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«Die ETH ist zum Statussymbol geworden»

Bildungskonten, mehr Lehrverträge, Wettkampf mit den Weltklasse-Unis: Avenir Suisse möchte die Bildungslandschaft umpflügen. Gar keine gute Idee, findet Jürg Brühlmann vom Lehrerverband.

Jürg Brühlmann betont die gesellschaftliche Bedeutung der Schule.
Jürg Brühlmann betont die gesellschaftliche Bedeutung der Schule.
Keystone
Geisteswissenschaftliche Fächer sind beliebt: Hörsaal der Uni Freiburg.
Geisteswissenschaftliche Fächer sind beliebt: Hörsaal der Uni Freiburg.
Keystone
Plädiert für eine Übernahme des Fachhochschulmodells: Rudolf Minsch von der Economiesuisse.
Plädiert für eine Übernahme des Fachhochschulmodells: Rudolf Minsch von der Economiesuisse.
Keystone
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Herr Brühlmann, Avenir Suisse plädiert für die Einrichtung von Bildungskonten (siehe Kasten). Was halten Sie davon? Ich kann es mir für die Universität, allenfalls auch fürs Gymnasium vorstellen. Eine Anwendung dieses Modells auf die Volksschule oder die Berufsausbildung sehe ich weniger.

Weshalb nicht? Avenir Suisse betrachtet die Ausgaben pro Schüler und setzt sie in Beziehung zu den naturwissenschaftlichen Leistungen. Der Vorschlag hätte eine radikale Beschränkung auf Testbares, auf Pisa-, Mint- und Fremdsprachenfächer zur Folge. Doch die Schule bietet heute weit mehr, vom Räbeliechtli-Umzug über die Schulreise und die Sexualkunde zum Schwimm- und Verkehrsunterricht: Viele Dinge, die nicht im Lehrplan stehen.

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