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«Der Salaryman war das grosse Vorbild»

Ein neues Gesetz soll Japaner dazu zwingen, endlich Ferien zu nehmen. Und auch sonst gerate gerade einiges durcheinander im Land des grossen Arbeitseifers, erklärt Japanologin Julia Obinger.

Verordnete Freizeit in Japan: Arbeitgeber sollen künftig sicherstellen, dass ihre Angestellten Ferientage auch tatsächlich beziehen.
Verordnete Freizeit in Japan: Arbeitgeber sollen künftig sicherstellen, dass ihre Angestellten Ferientage auch tatsächlich beziehen.
Eugene Hoshiko, Keystone
Land der Workaholics: Die japanische Regierung sah sich zum Eingreifen gezwungen.
Land der Workaholics: Die japanische Regierung sah sich zum Eingreifen gezwungen.
Koji Sasahara, Keystone
Von den 20 bezahlten Ferientagen, die sie letztes Jahr hätte beziehen können, hat sie acht bezogen – sechs davon, weil sie wegen Krankheit ausfiel. «Niemand sonst bezieht seine Ferientage», argumentiert die Geschäftsfrau.
Von den 20 bezahlten Ferientagen, die sie letztes Jahr hätte beziehen können, hat sie acht bezogen – sechs davon, weil sie wegen Krankheit ausfiel. «Niemand sonst bezieht seine Ferientage», argumentiert die Geschäftsfrau.
Eugene Hoshiko, Keystone
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Warum haben so viele Japaner Mühe damit, Ferien zu nehmen? Mit Ferien haben besonders die Salarymen Mühe – also jene Japaner, die in Grosskonzernen als Festangestellte im Büro beschäftigt sind. Lange Anwesenheit steht synonym für grossen Arbeitseifer, und es ist oft heikel, Ferien zu nehmen, auch weil Absenzen häufig mit dem Abwälzen von Arbeit auf Kollegen gleichgesetzt wird. Viele Angestellte beschränken sich deshalb selbst und nehmen nur wenige Tage Ferien.

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