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Die Lebensbeichte des Starpädagogen

Jesper Juul ist Europas gefragtester Familientherapeut. Nun hat der schwerkranke Däne eine erschreckend ehrliche Autobiografie geschrieben.

«Erwachsene sind seltsame Wesen», schreibt der 70-Jährige nun in seiner Autobiografie: Jesper Juul.
«Erwachsene sind seltsame Wesen», schreibt der 70-Jährige nun in seiner Autobiografie: Jesper Juul.

Nach der Arbeit kommt der Vater nach Hause und liest die Zeitung. Sein Sohn bittet ihn, aus einem Märchenbuch vorzulesen. Doch der Vater schaut den Kleinen nicht einmal an, sondern wendet sich an seine Ehefrau: «Nimm ihn weg, er stört mich!»

Die Szene ereignete sich in den frühen 1950er-Jahren, das Kind war Jesper Juul. Der Däne ist heute der bekannteste Familientherapeut Europas. «Erwachsene sind seltsame Wesen», schreibt der 70-Jährige nun in seiner Autobiografie: «Sie verlangen von dir, dass du fremde Menschen küsst, aber wenn du dich deinem eigenen Vater nähern willst, erlauben sie es nicht.» Es ist eine von vielen persönlichen Anekdoten, die Jesper Juul preisgibt. Eine weitere: Wie der kleine Jesper versuchte, das Elternhaus anzuzünden, aber scheiterte – und dann dasselbe mit dem Kindergarten probierte.

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