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Das tragische Ende der Schweizer in Napoleons Grande Armée

Von den 8000 Schweizer Soldaten, die 1812 beim Russland-Feldzug Napoleons in dessen Armee kämpften, kehrten gerade einmal 400 lebend zurück. Das Historische Museum Luzern widmet diesen eine Ausstellung.

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Setzte dem Russlandfeldzug Napoleons ein brutales Ende: Auf dem Rückzug vor den Truppen des Zaren Alexander I. kam es zur geschichtsträchtigen Schlacht an der Beresina (26. bis 28. November 1812).
Setzte dem Russlandfeldzug Napoleons ein brutales Ende: Auf dem Rückzug vor den Truppen des Zaren Alexander I. kam es zur geschichtsträchtigen Schlacht an der Beresina (26. bis 28. November 1812).
Historisches Museum Luzern
Einzelne Schicksale der Eidgenossen werden detailliert geschildert.
Einzelne Schicksale der Eidgenossen werden detailliert geschildert.
Historisches Museum Luzern
Zudem werden die roten Uniformen der vier Schweizer Regimente ausgestellt.
Zudem werden die roten Uniformen der vier Schweizer Regimente ausgestellt.
Historisches Museum Luzern
Die in den eisigen Novembertagen zum Einsatz gekommenen Waffen werden gezeigt.
Die in den eisigen Novembertagen zum Einsatz gekommenen Waffen werden gezeigt.
Historisches Museum Luzern
Fahnen, Wimpel und Trommeln sind auch Zeichen der Militarisierung ganz Europas durch Napoleon.
Fahnen, Wimpel und Trommeln sind auch Zeichen der Militarisierung ganz Europas durch Napoleon.
Historisches Museum Luzern
Die Realität des Krieges veranschaulichen ganz lakonisch die Instrumente der Feldchirurgie, das Amputationsbesteck, die Kugelzangen und Trepanationsbohrer.
Die Realität des Krieges veranschaulichen ganz lakonisch die Instrumente der Feldchirurgie, das Amputationsbesteck, die Kugelzangen und Trepanationsbohrer.
Historisches Museum Luzern
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«Beresina» heisst die neue Sonderausstellung im Historischen Museum Luzern. Im Zentrum stehen die Erlebnisse der Schweizer Soldaten bei Napoleons desaströsem Russland-Feldzug von 1812. Die Ausstellung dauert bis zum 19. August 2012.

Die traurige Bilanz

Für seinen Russland-Feldzug liess Napoleon vor 200 Jahren die bis anhin gewaltigste Kriegsmaschinerie aufmarschieren, mit rund einer halben Million Soldaten. Der Krieg endete katastrophal. Gerade mal 18'000 Mann (4%) kehrten nach dem Desaster zurück, die meisten krank, verstümmelt und psychisch geschädigt.

Das Historische Museum Luzern wirft einen Blick auf die Erlebnisse der Schweizer Soldaten in Napoleons Armee. Vier Regimenter mit zusammen 8000 Mann stellte die Schweiz; 400 kamen mit dem Leben davon. Besonders gefordert waren sie bei der Deckung des Rückzugs über die Beresina – woran das «Beresinalied» erinnert.

Zeichen der Militarisierung Europas

Zu sehen sind in Luzern schriftliche Dokumente und Objekte des damaligen militärischen Lebens. Dazu gehören die Uniformen der Schweizer und ihre Waffen, Wimpel und Trommeln – Zeichen der Militarisierung Europas durch Napoleon. Vergegenwärtigt wird die Wirklichkeit des Krieges durch Instrumente der Feldchirurgie, das Amputationsbesteck, Kugelzangen und Trepanationsbohrer zur Schädelöffnung. Persönlichere Ausstellungsobjekte sind das Reisenécessaire eines Offiziers, Kochtopf, Besteck, Rasiermesser, Stiefel der Soldaten. Aber auch die Ex-Voto-Tafel eines Heimkehrers in der Wallfahrtskirche.

Ergänzt wird die Ausstellung unter anderem durch zwei Theatertouren (»Beresina» und «Vive la Révolution!»), Aufführungen von zwei Verfilmungen von Tolstois «Krieg und Frieden» (von Bondartschuk und Vidor) sowie Vorträgen.

(SDA)

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