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Zürcher Literaturzentrum wird nicht realisiert

Nach einer monatelangen Kontroverse überdenkt die Stadt Zürich ihre Pläne im Bereich der Literaturförderung.

Hier sollte das Archiv Einzug halten: Museum Bärengasse.
Hier sollte das Archiv Einzug halten: Museum Bärengasse.

Im November 2013 hatte die Stadt zwei neue Akzente für die Literaturförderung bekannt gegeben. Die Pläne für das Junge Literaturlabor JULL im Strauhof einerseits und für ein Archiv-Zentrum in der Bärengasse andererseits lösten Zustimmung, Kritik und Kontroversen aus. Wie die Stadt Zürich nun bekannt gab, «nimmt man diese Einwände ernst und führteine ergebnisoffene Auslegeordnung für ihre Vorhaben in der Literaturförderung durch».

Kein Archiv-Zentrum in der Bärengasse

Das geplante Archiv-Zentrum in der Bärengasse mit dem Thomas-Mann-Archiv und dem Max-Frisch-Archiv der ETH Zürich sowie dem James-Joyce-Archiv werde nicht realisiert. Trotz Absichtsbekundungen der ETH und der Stadt Zürich kam offenbar keine Übereinkunft zustande, die eine zielführende Weiterentwicklung des Projekts in der Bärengasse erlaubt hätte. Die Idee einer Zusammenführung der bedeutenden Zürcher Literaturarchive werde nun von der ETH selbst weiterverfolgt.

Die Realisierung des Projekts Junges Literaturlabor JULL bleibe Ziel der Stadt. Ziel bleibe auch, dass in Zürich inskünftig Literaturausstellungen stattfinden. Zu deren Ausrichtung sollen sich interessierte Dritte in einer nichtstädtischen Trägerschaft zusammenfinden und von der städtischen Kulturförderung unterstützt werden. Wie diese Ziele erreicht werden können, sei Gegenstand einer erneuten Prüfung. Der bereits lancierte Ideenwettbewerb für Literaturausstellungen in der Bärengasse werde vorerst sistiert und wieder aufgenommen, wenn die Prüfung erfolgt sei.

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