Zum Hauptinhalt springen

Wenn das «super Kind» nicht mehr Kind und nicht mehr super ist

Was bleibt, wenn die Pubertät überstanden ist: Die Zürcher Journalistin Ursula von Arx versammelt unter dem Titel «Liebe, lebenslänglich» Porträts von Eltern und ihren erwachsenen Kindern.

Was wird aus Eltern und Kindern, wenn dann mal mehr Kerzen auf dem Kuchen sind?
Was wird aus Eltern und Kindern, wenn dann mal mehr Kerzen auf dem Kuchen sind?
Frank Loriou, Keystone

Ein Schnitt, und die Nabelschnur ist durch. Der Rest der Abnabelung geht dann allerdings länger, ist komplizierter, manchmal schmerzhafter, manchmal befreiend. Und nie so, wie ihn die Psychoratgeber darstellen.

Denn klar, die offiziell anerkannten und vielfach beschriebenen Etappen dieser Abnabelung finden zwar statt (der erste Schultag, die erste Verliebtheit). Aber einschneidender, das erfahren alle Eltern, sind die inoffiziellen, unerwarteten, vielleicht weniger spektakulären Einschnitte: etwa der Moment, in dem die Tochter vom familiären Schaffhauser «r» auf die rollende zürichdeutsche Variante wechselt. Dass das passieren würde, hatte man ja geahnt, aber dass sich das so seltsam anfühlen würde, so fremd, so endgültig? Nein, das nicht.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.