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Orgien für Ungläubige

Alain de Botton formuliert in seinem neuen Buch eine gewagte Forderung: Statt Religionen zu verachten, sollten Atheisten sich ihrer bedienen.

Voneinander profitieren, statt sich zu bekriegen: Kirche San Lorenzo im italienischen Miranda, gebaut auf den Überbleibseln eines römischen Tempels.
Voneinander profitieren, statt sich zu bekriegen: Kirche San Lorenzo im italienischen Miranda, gebaut auf den Überbleibseln eines römischen Tempels.

Seit Jahren spitzt sich der Kampf zwischen Atheisten und Gläubigen zu. Immer gehässiger wird die Diskussion, ob Gott existiert, geführt. Eine Annäherung an die Positionen des anderen scheint unmöglich. Das Rationalitätsdenken von Atheisten ist mit den jahrtausendealten Weltbildern von Religionen nicht vereinbar. Oder doch? Alain de Botton, selber Atheist, versucht mit seinem neuen Buch «Religion for Atheists» eine Brücke zu schlagen. Zwar bezeichnet der Philosoph religiöse Überzeugungen als Unsinn. Trotzdem seien sie nützlich, weil sie eine Menge über die Welt und den Menschen zu sagen haben: «Natürlich gibt es Gott nicht. Aber wir haben ihn erfunden. Wieso?»

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