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«Ich hoffe, dass ich ein guter Lügner bin»

Montagsinterview Der erfolgreiche Schweizer Autor Charles Lewinsky erzählt, wie er sich kindisch freuen kann, wenn er andere Leute an der Nase herumführt. Er rechnet damit, dass sein neuer Roman «Andersen» einige treue Leser verwirrt.

Es machte Charles Lewinsky Spass, Volksmusiktexte zu schreiben, solange er die Musik nicht dauernd selber hören musste.
Es machte Charles Lewinsky Spass, Volksmusiktexte zu schreiben, solange er die Musik nicht dauernd selber hören musste.
Flurin Bertschinger/Ex-Press

Ihr neues Buch «Andersen» spielt mit dem Horrorgenre und hat was von Stephen King. Ja, durchaus. Meine Frau sagte nach dem Lesen des Manuskripts: Ich kann nie mehr in einen Kinderwagen schauen.

Einige Ihrer Stammleser dürften überrascht reagieren. Es gibt verschiedene Sorten von treuen Lesern. So gibt es jene, die immer etwas Lustiges erwarten. Ich kann mich an eine Lesung mit einem Publikum erinnern, das wild entschlossen war zu lachen. Doch es ging um Kurt Gerron, einen jüdischen Regisseur, der in Auschwitz ermordet wurde. Ich plane nie exakt, was ich an Buchpräsentationen vorlese, sondern richte mich nach der Stimmung im Publikum. In diesem Fall beschloss ich, den Zuhörern das Lachen auszutreiben. Dann las ich einen Abend lang nur die grausamsten Stellen vor.

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