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Er prügelte seinen Schüler zu Tode

«Der Hauslehrer», das neue Buch von Michael Hagner, handelt vom gnadenlosen Erzieher Andreas Dippold, der 1903 in Zürich sein Unwesen trieb.

Der 24-jährige Andreas Dippold nach seiner Verhaftung im Frühjahr 1903. Foto: Staatsarchiv Bamberg, Staatsanwaltschaft Bayreuth (Rep. K 106), Nr. 2060
Der 24-jährige Andreas Dippold nach seiner Verhaftung im Frühjahr 1903. Foto: Staatsarchiv Bamberg, Staatsanwaltschaft Bayreuth (Rep. K 106), Nr. 2060

Die Geschichte beginnt harmlos: «Im Juni 1902 suchte das Berliner Bankiersehepaar Rudolf und Rosalie Koch einen Hauslehrer für seine beiden jüngsten Söhne.» Aus 40 Bewerbern entschieden sich die Eltern, die in einer Villa an der Tiergartenstrasse residierten – Koch war Vorstandssprecher und Direktor der Deutschen Bank –, für Andreas Dippold. Der überaus ambitionierte Student sollte die beiden behüteten, nicht sonderlich motivierten elf- und dreizehnjährigen Jungen Joachim und Heinz unterrichten, um ihnen Wissen und Bildung, aber auch Anstand und Sitten beizubringen. Um seiner neuen Aufgabe gerecht zu werden, legte Dippold seine Dissertation zu dem Thema «Zwangserziehung unter Berücksichtigung der Gesetze und Vollzugsvorschriften der deutschen und auswärtigen Staaten» auf Eis.

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