Ein Kriminalroman zum 75. Geburtstag

Der Berner Werber Fritz Kobi gibt heute, kurz nach seinem 75. Geburtstag, seinen neuen Kriminalroman heraus.

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«Eins, zwei, drei und das Leben ist vorbei». So heisst Fritz Kobis neuer Kriminalroman. Damit hat er sich selbst ein Geburtstagsgeschenk gemacht. Der ehemalige Werber ist heute Schriftsteller, Maler und Rentner. Er feierte am Sonntag seinen 75.Geburtstag. Sein erster Roman («Mama, entweder du oder ich») erschien 1979, der aktuelle ist sein neuntes Werk.

In Kobis Berner Krimi hat der bodenständige Hauptkommissar Fuchs bei Police Bern mit seinem aus Spargründen reduzierten Team drei Morde und eine sonderbare Entführung aufzuklären. Eine Schlüsselrolle spielt ein dubioser Wirt eines Luxusrestaurants. Dessen Personal und die prominenten Stammkunden sind gleichzeitig in undurchsichtige Machenschaften verwickelt. Ein Krimi mit schwer durchschaubaren Charakteren und mit Tatorten zwischen Bern und Paris.

Fritz Kobi legt gleich noch einen drauf. Er sei, kaum ist der Berner Krimi erschienen, bereits an einem neuen Buch. Es ist eine Science-Fiction-Story: Europa im Jahr 2050. Weil aus Datenschutzgründen kein Mensch mehr weder einem Handy noch dem Mailverkehr traut, wird ein 112-Jähriger von einer Firma als Kurier angestellt, der seine Botschaften persönlich überbringt. Mehr sagt Kobi nicht.

Contexta gegründet

Geboren wurde Fritz Kobi 1938 in Flamatt, kam aber bereits ein Jahr später mit seinen Eltern nach Bern. Nach seiner Lehre als SBB-Betriebstechniker – «ich bin in einer Eisenbahnerfamilie aufgewachsen» – unternahm Kobi Reisen, war Sekretär auf einem Schiff. Zurück in Bern, bildete er sich zum Werbefachmann aus.

1968 gründete er zusammen mit Alex Milani die Werbeagentur Contexta. Es ist nach der Werbeagentur Hofer die älteste in Bern und mit 60 Mitarbeitern heute die grösste in der Stadt. «Als wir anfingen», erzählt Fritz Kobi – er wurde in den 80er-Jahren zum Werber des Jahres gewählt – «brachten Alex und ich je einen Kunden.» Kobi hatte einen Auftrag vom Marti-Reiseunternehmen in Kallnach, Milani brachte den Tilsiter Käse in die Agentur. Gemeinsam mit Heinz Hersberger eröffneten die drei 1972 das Restaurant Lorenzini und die Quick-Bar in der Marktgass-Passage. Fritz Kobi war es auch, der – den Velokurierdienst gabs noch nicht – Moto-Mail gründete. «Es war der erste Kurierdienst in der Stadt Bern», sagt er, «die Kuriere fuhren aber nicht mit dem Velo, sondern mit Töffli.»

Aus der Werbung hat sich Kobi zurückgezogen. Die Agentur Contexta besuche er zwar ab und zu, «um das Personal aufzumuntern», wie er sagt.

Buchvernissage, heute Dienstag, 19 Uhr im Restaurant Zähringer, Mattequartier. Verlag Einfach Lesen, 368 S., Fr. 29.80

Berner Zeitung

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