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«Ein genialer Schriftsteller»

Der chinesische Autor Mo Yan erhält den Literaturnobelpreis 2012. Ein Interview mit Andrea Riemenschnitter, Professorin für moderne chinesische Literatur, über seine Eigenschaften.

Frau Riemenschnitter, überrascht Sie die Wahl? In diesem Jahr habe ich die Wahl noch nicht erwartet – aber dass er mal gewählt werden wird, das überrascht nicht.

Warum? Mo Yan ist ein genialer Schriftsteller, sein Werk ist enorm durchdacht. Er arbeitet zudem bis heute ständig an sich, gönnt sich keine Ruhe. Seine Literatur orientiert sich ganz direkt an der Gesellschaft und an den Dingen, die er erlebt. Er lebt und fühlt mit der Masse. Und er schreibt so, dass er gelesen wird. Man kann ihn allein mit dem grossen Gründervater der literarischen Moderne Chinas, Lu Xun, vergleichen.

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