Durch die Augen der Tiere

Jeder sieht die Welt anders. Das fängt schon bei den Vierbeinern an, wie im Bilderbuch «Alle sehen eine Katze» schön gezeigt wird.

Bunt gepunktet: So sieht die Biene die Katze.

Bunt gepunktet: So sieht die Biene die Katze.

(Bild: zvg)

Stefanie Christ@steffiinthesky

«Alle sehen eine Katze» heisst das Bilderbuch, und damit ist schon alles gesagt. Nun ja, so einfach ist es dann doch nicht. Der Vierbeiner streift über 36 Seiten durch die Welt und begegnet allerlei Tieren. Einem Fuchs zum Beispiel und einer Schlange. Einem Floh, einem Stinktier und einem Hund. Sie alle sehen die Katze – und doch sehen sie alle etwas Unterschiedliches.

Die Fledermaus nimmt die Katze als Ansammlung einzelner Punkte war. Dem Stinktier erscheint sie in Schwarzweiss, der Schlange in leuchtenden Farben. Für den ­Vogel ist sie lediglich ein kleiner Schatten auf der Erde, dem Floh erscheint die Katze gigantisch.

Nachdem die Publikation des New Yorker Illustrators Brendan Wenzel unter dem Originaltitel «They All Saw a Cat» bereits das englischsprachige Publikum begeisterte, liegt sie nun im Zürcher Nord-Süd-Verlag auf Deutsch vor. In launigen Bildern erfahren die kleinen Leser ab 4 Jahren, dass jedes Lebewesen die Umwelt anders wahrnimmt – und es entsprechend nicht nur eine Sicht auf die Welt gibt.

«Alle sehen eine Katze» ebnet den Boden für ­Bücher wie «Was sieht eigentlich der Regenwurm?» von Guillaume Duprat (Knesebeck, 2014), in dem Naturforscher ab 8 Jahren erfahren, warum die Augen der verschiedenen Tiere alle anders funktionieren.

Brendan Wenzel: «Alle sehen eine Katze», Nord-Süd-Verlag.

Berner Zeitung

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