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Dürrenmatts Manuskripte ziehen von Zürich nach Bern

Das Archivmaterial des Zürcher Arche-Verlags geht im Sommer in das Schweizerische Literaturarchiv (SLA) der Nationalbibliothek in Bern über.

Der Urtext ist nun in Bern: Mathias Gnädinger und Maria Becker in Dürrenmatts Theaterstück «Der Besuch der alten Dame».
Der Urtext ist nun in Bern: Mathias Gnädinger und Maria Becker in Dürrenmatts Theaterstück «Der Besuch der alten Dame».
Keystone

Das Schweizerische Literatrarchiv (SLA) übernimmt das Arche-Verlagsarchiv der Jahre 1944 bis 1982 von den Erben Peter Schifferlis, des Verlagsgründers. Der Nachlass sei ein erstrangiger Fundus für die Erforschung der Schweizer Literatur und des literarischen Lebens im deutschsprachigen Raum in der Epoche nach dem zweiten Weltkrieg, schreibt das Bundesamt für Kultur (BAK).

Für die Übernahme sprachen gemäss BAK zwei Gründe: Erstens habe das Archiv eine grosse kulturpolitische Bedeutung. Zweitens ergänze es die Sammlungen des SLA.

Früheste Fassung Fassung vom «Besuch der alten Dame»

Die Sammlung umfasst Briefe und Manuskripte von Schweizer Autoren sowie Original-Illustrationen bekannter Zeichner. Dazu gehörten etwa Werke des Comiczeichners Hervé «Achdé» Darmenton. Im Archiv findet sich auch umfangreiche Korrespondenz zahlreicher Schweizer Autoren, darunter etwa jene von Hugo Loetscher.

Weiter umfasst die Sammlung Manuskripte und Druckfahnen mit handschriftlichen Anmerkungen und Korrekturen der Autoren. Dazu gehört unter anderem die früheste bekannte Fassung von Friedrich Dürrenmatts «Besuch der alten Dame». Der gesamte Fundus hat einen Umfang von zwanzig Bananenschachteln.

Die Arche Verlags AG wurde 1944 von Peter Schifferli gegründet. Dort nahmen die literarischen Karrieren von Friedrich Dürrenmatt oder Adolf Muschg ihren Anfang. Bei Arche publizierten auch deutsche Autoren wie Heinrich Böll. Im Verlag erschien 1950 zudem die deutsche Erstausgabe von Antoine de Saint-Exupérys «Le petit prince».

SDA/net

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