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Drittes schlechtes Jahr in Folge für Buchbranche

Buchhändler und Verleger blicken erneut auf ein schlechtes Jahr zurück. Der Umsatz im Buchhandel sank 2011 gemäss einer Hochrechnung im Vergleich zu 2010 um 7,4 Prozent.

Schwieriges Geschäft: Innenansicht der Berner Buchhandlung «Zytglogge».
Schwieriges Geschäft: Innenansicht der Berner Buchhandlung «Zytglogge».
Keystone

«Die Branche ist gebeutelt, auch wenn das Weihnachtsgeschäft etwas besser lief als befürchtet», sagte Dani Landolf, der Geschäftsführer des Schweizerischen Buchhändler- und Verleger-Verbandes (SBVV), gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Der Branche machen gemäss Landolf die fehlende Preisbindung zu schaffen sowie die Euroschwäche, die in der Schweiz zu billigeren importierten Büchern führt und den Umsatz drückt. Einziges Wachstums- Segment sei derzeit der Online-Handel.

«Marginales Geschäft» mit E-Books

Bei den Warengruppen liegen lediglich Kinder- und Jugendbücher (2,5 Prozent), Reise- (0,9) und Sachbücher (4,2) im Plus. Werke aus den Sparten der Geistes- (-13,2) und Sozialwissenschaften (-11,5) waren deutlich weniger gefragt als im Vorjahr. Bei der Belletristik betrug der Rückgang 9,1 Prozent. Schlecht liefen zudem Hörbücher (-17,6).

Die bisweilen als Hoffnungsträger genannten E-Books sind in der Deutschschweiz noch immer ein «marginales Geschäft», wie der SBVV-Geschäftsführer sagt. Er hofft, dass die Branche 2012 wieder an Fahrt gewinnt. Von Bedeutung ist für den Verband dabei der 11. März, an dem die Abstimmung über die Buchpreisbindung stattfindet, sowie die Währungssituation.

Wachsende Einbussen

Die Deutschschweizer Buchhandlungen sind seit drei Jahren mit sinkendem Umsatz konfrontiert. 2009 belief sich der Rückgang auf 1,5 Prozent, 2010 waren es 2,8 Prozent. Ebenfalls schwierig ist die Situation des Buchmarktes in der Westschweiz, wo der Umsatzverlust seit Sommer 2011 gemäss «Le Temps» 10 bis 20 Prozent beträgt.

SDA

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