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Dreifache Fahrt ins Fräcktal

Mit dem Roman «Heimkehr» kehrt Thomas Hürlimann nach zwölfjähriger krankheitsbedingter Pause triumphal zu seinem Lesepublikum zurück.

Was ist vor dem Unfall passiert? Und wer ist er eigentlich? Thomas Hürlimanns Protagonist weiss es nicht. Foto: Sam Burt (Getty Images)
Was ist vor dem Unfall passiert? Und wer ist er eigentlich? Thomas Hürlimanns Protagonist weiss es nicht. Foto: Sam Burt (Getty Images)

Zwölf Jahre sind seit «Vierzig Rosen» vergangen, aber wer den neuen Roman «Heimkehr» aufschlägt, findet sich sofort wieder in Hürlimann-Land. Da ist die detailsatte Fabulierfreude, der elegante Stil, da sind die bekannten Motive, von der Auseinandersetzung mit dem übermächtigen Vater über die jüdischen Vorfahren bis zu Katze oder Kater, da ist auch der allgegenwärtige Tod. Es ist alles da – und doch anders. Denn der Tod, vor dessen Horizont sich die Welt erst wirklich zeigt, ist diesmal nicht der seines Bruders, sondern sein eigener. Hürlimann war 2014, nach einer Krebsoperation und einem Beinahe-Herzinfarkt, «weg»; und nach einem solchen Nahtoderlebnis ist nichts wie vorher.

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