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Die Weltsicht aus dem Mutterbauch

In seinem jüngsten Roman «Nussschale» lässt der grosse britische Erzähler Ian McEwan einen Fötus über die Welt sinnieren. Dieser ­zögert: Will er in dieses Leben kommen, oder will er es nicht?

Hat eine losgelöste Existenz gefunden, die mitten im Schamassel steckt: Schriftsteller Ian McEwan (68).
Hat eine losgelöste Existenz gefunden, die mitten im Schamassel steckt: Schriftsteller Ian McEwan (68).
Keystone

Der erste Satz sei ihm zufällig bei einer drögen Sitzung eingefallen, sagte Ian McEwan gegenüber den britischen Medien. Und als er, wie er es oft tue, wieder einmal in einem Text von Shakespeare blätterte, habe er plötzlich erkannt: Beides zusammen gibt eine gute Geschichte.

«So, hier bin ich, kopfüber in einer Frau», lautet der Satz. Mit ihm lässt McEwan seinen neuen Roman «Nussschale» fulminant beginnen. Wer ihn spricht, ist ein namenloser Erzähler, ein Fötus im Mutterbauch, in den letzten Wochen der Schwangerschaft. Seine Mutter heisst Trudy, die Kurzform von Gertrude. Ihr Liebhaber ist Claude, also Claudius.

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