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Die «formale Perfektion» des Massenmordes

Der französische Autor Richard Millet rechtfertigt in einem Essay Anders Breiviks Massenmord. Jetzt wird in Frankreich über die Grenzen zwischen Meinungsfreiheit und intellektueller Provokation debattiert.

Der Hochsicherheitstrakt der Strafanstalt Ila bei Oslo gilt als sicherstes Gefängnis Norwegens.
Der Hochsicherheitstrakt der Strafanstalt Ila bei Oslo gilt als sicherstes Gefängnis Norwegens.
Reuters
Breivik werden insgesamt drei Zellen von je acht Quadratmetern zur Verfügung stehen: eine Schlaf-, eine Arbeits- und eine Trainingszelle. Die Arbeitszelle verfügt über einen Tisch mit Laptop.
Breivik werden insgesamt drei Zellen von je acht Quadratmetern zur Verfügung stehen: eine Schlaf-, eine Arbeits- und eine Trainingszelle. Die Arbeitszelle verfügt über einen Tisch mit Laptop.
Reuters
Ein Polizeikonvoi bringt Anders Behring Breivik am 24. August vom Ila-Gefängnis zum Osloer Gericht, wo das Urteil verlesen wird.
Ein Polizeikonvoi bringt Anders Behring Breivik am 24. August vom Ila-Gefängnis zum Osloer Gericht, wo das Urteil verlesen wird.
Keystone
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Es war zwar nur eine Frage der Zeit, bis jemand die ultimative Provokation wagt. Vergangene Woche war es nun so weit. Richard Millet ist ein in Frankreich hoch angesehener Schriftsteller, Mitglied im Lektoratskomitee des grossen französischen Verlags Gallimard und Essay-Preisträger der Académie française. Er gehört zu den wichtigsten Stimmen seiner Generation. Ausgerechnet dieser Millet hat nun vergangene Woche einen Essay publiziert, in dem er die «formale Perfektion» des Massenmörders Andres Breivik bewundert und seine Tat als Ausdruck gerechtfertigter Wut darstellt.

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