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Der Stoff unseres Wohlstands

Ein neues Buch erzählt am Beispiel des «weissen Goldes» Baumwolle die brutale Geschichte des Kapitalismus. Die Schweiz ist darin gleich mehrfach verstrickt.

Ökonomie der Ausbeutung: Ein US-Farmer posiert mit seinen schwarzen Arbeitern und Hunden in einem Baumwollfeld (um 1908). Foto: Getty Images
Ökonomie der Ausbeutung: Ein US-Farmer posiert mit seinen schwarzen Arbeitern und Hunden in einem Baumwollfeld (um 1908). Foto: Getty Images

Angesichts der globalen Waren- und ­Finanzströme ist die Welt zu einem Knäuel unentwirrbarer Verstrickungen geworden. Als Konsumenten und Kontobesitzer sind wir alle Teil davon. Nun bringt ein Buch Ordnung in diese Wirrnis – zumindest in historischer Perspektive: In «King Cotton» erzählt der deutsche Historiker Sven Beckert die Geschichte des globalen Kapitalismus am Beispiel der Baumwolle. Als «weisses Gold» bestimmte der flauschige Rohstoff während fast eines Jahrtausends die Geschichte der Industrie – und legte damit das Fundament zu unserem heutigen Wohlstand, den wir wesentlich dem globalen Kapitalismus zu verdanken haben.

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