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Der Scharfblick des Sehschwachen

Rede und Gespräch sind sein Wasser, in der Schrift kommt er sich indes vor wie ein Fisch auf dem Trockenen. Der Berner Michael Fehr diktiert Sprachskulpturen auf Band – jetzt gibt es seine Literatur auch für Lesende.

Michael Fehrs Anspruch: Sprachliche Elementarteilchen kunstvoll zum klingenden Werk zusammenfügen.
Michael Fehrs Anspruch: Sprachliche Elementarteilchen kunstvoll zum klingenden Werk zusammenfügen.
Valérie Chételat

Die drei jungen Männer traten in schwarzen, ärmellosen Unterhemden auf und beabsichtigten, in der Postgasse beim Lischetti-Brunnen die Passanten zum «sprachlichen Ungehorsam» anzustiften. Wegen des angekündigten Regens wurde der Auftritt im Rahmen des Berner Literaturfestes im vergangenen August in den nahen Rathaussaal verlegt. Eine dieser drei Studenten des Schweizer Literaturinstituts fiel besonders auf, weil er mit Kopfhörer und iPod ausgerüstet war.

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