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Der Kampf der Götter in der globalisierten Welt

Die weltweite Migration führt zu verschärften Konflikten zwischen den Religionen. Diese Ansicht vertritt der Theologe Friedrich Wilhelm Graf in einem neuen Buch.

Bis vor kurzem verstand der westliche Durchschnittsintellektuelle die Moderne als eine radikal säkularisierte Welt, in der Religion nur noch als Auslaufmodell für unverbesserliche Sinnsucher überlebt. Heute reibt er sich die Augen ob der vielfältigen Renaissancen des Religiösen: Die häufig stark politisierten Religionen kehren in die öffentlichen Arenen zurück und präsentieren sich als Fundamentalismen im Kampf gegen die glaubenslose Moderne: in Form der islamischen Protestbewegung, des pfingstlerischen Aufbruchs oder der religiösen Rechten in den USA.

Der protestantische Theologe Friedrich Wilhelm Graf nimmt in seinem Buch die konfliktträchtige religiöse Pluralisierung unter die Lupe, wie sie uns die Globalisierung und die weltweite Migration bescheren. Diese führe dazu, dass sich auf den Religionsmärkten die Konkurrenz der Anbieter dramatisch verschärfe – ein «harter Götterkampf», begleitet von einem aggressiven God-Selling.

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