Der aufregendste Schriftsteller Polens

Szczepan Twardoch provoziert Landsleute und Regierung mit seinem Umgang mit der Geschichte. Sein neuer Roman stellt eine Stadt in den Mittelpunkt, die geprägt ist von Sex, Crime and Drugs.

Hassmails bekommt in Polen jeder, der einigermassen bekannt ist – sagt Szczepan Twardoch. Also er auch. Foto: Doris Fanconi

Martin Ebel@tagesanzeiger

«I hate it!» Ich habe die Frage noch nicht zu Ende formuliert, schon unterbricht er mich: Er hasst das Etikett des «polnischen Hemingway», das ihm ständig angeklebt wird. Nur weil Hemingway auch geboxt habe. Sonst habe er nichts mit ihm gemein, nicht die Themen, nicht die Lebensweise, schon gar nicht den lakonischen Stil. Der seine, wild und opulent, erinnert, wenn schon, viel eher an Autoren, die er als wirkliche Vorbilder empfindet: Louis-Ferdinand Céline etwa oder Alfred Döblin. Und das Boxen? Das hat er sich beibringen lassen für seinen neuen Roman, der im Original «Król» heisst, «König», und auf Deutsch eben: «Der Boxer».

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