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«Das Scheitern in der Fremde interessiert mich»

Nino Haratischwili hält nichts davon, «wenn das Theater der Aktualität hinterherrennt». Foto: B. Cannarsa (Opale, Leemage, laif)

Sie sind zurzeit in Georgien: Wie reagiert man da auf die russische Charme-Offensive via WM?

Wie ist es als «Sehnsuchtsland»?

In den Nullerjahren herrschte grosse Armut in Georgien.

«Das Theater sollte sich für meinen Geschmack mehr auf die Menschen zurückbesinnen.»

Lang nahmen Sie dem Land übel, dass es die Augen verschloss gegenüber der Vergangenheit. Wie geht Georgien heute damit um?

Sie erlebten in der Kindheit Mangel und Bürgerkrieg. Prägte Sie das?

Man zählt Georgien auch zu den «defekten Demokratien» – zu Recht?

Was ist für Sie selbst heute Heimat?

Sie schreiben auf Deutsch.

Um Identität kreist auch Ihr Werk.

Was kann und soll Theater heute im politischen Diskurs leisten?

Und die kommunistische Idee von Brüderlichkeit überzeugt Sie nicht?

In «Die Barbaren» beschwert sich eine ehemalige Flüchtlingsfrau über die neuen Flüchtlinge.

Sie schöpfen aus der Wirklichkeit; wieso trennen Sie beim Schreiben streng vom Privaten?

Hat sich seit Ihrer Ankunft 2003 viel geändert in Deutschland?