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Blinder Kletterer will Augen öffnen

Mit einer Performance lancierte der erblindete Bergsteiger Steven Mack gestern «Das begehbare Buch» von Orell Füssli.

Ungebrochene Faszination des Kletterns: Steven Mack an der Fassade der Zürcher Villa Mainau. (Video: Jan Derrer)

«Das Blindenwesen spricht mich gar nicht an», erklärte Steven Mack vor seiner Performance. Der selbstbewusste hünenhafte Zürcher, der vor fünf Jahren wegen eines Horrorsturzes von der Ganterbrücke erblindete, machte gestern Abend einmal mehr klar, dass er sich keinesfalls auf der Opferseite der Gesellschaft verortet, sondern sich vielmehr berufen fühlt, der naturfernen Wohlstandsgesellschaft die Augen zu öffnen. Eine Überzeugung, die sich auch in seiner Biografie «Der Blindgänger» manifestiert. Der 25-jährige Mack bewarb die Neuerscheinung gestern Abend mit einer spektakulären Kletteraktion an der Fassade der Villa Mainau. «Eine leichte Übung», so der frühere Extrembergsteiger, der in seiner Freizeit zum Spass städtische Baulichkeiten beklettert.

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