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Apartheid-Gegner André Brink ist tot

Der südafrikanische Schriftsteller und Literaturprofessor ist 79-jährig gestorben. Das Schreiben hatte er einmal als seine «einzige Waffe» im Kampf gegen die Ungerechtigkeit bezeichnet.

Wurde immer wieder für den Literaturnobelpreis nominiert: André Brink bei einem Interview in Grahamstown. (4. Februar 1983)
Wurde immer wieder für den Literaturnobelpreis nominiert: André Brink bei einem Interview in Grahamstown. (4. Februar 1983)

Der südafrikanische Schriftsteller und Apartheid-Gegner André Philippus Brink ist tot. Medienberichten zufolge starb er im Alter von 79 Jahren während eines Flugs von Europa nach Kapstadt.

«Ich kann nur sagen, dass wir alle sehr traurig sind», sagte Brinks Ex-Frau laut der Nachrichtenseite netwerk24.com. Der am 29. Mai 1935 in der Kleinstadt Vrede geborene Autor schrieb seine Werke auf Englisch und Afrikaans.

Schreiben als einzige Waffe

Brink wurde schon früh zum Apartheid-Gegner. Nur das Schreiben habe ihm ermöglicht, weiter in Südafrika zu leben, sagte er einmal. «Es war meine einzige Waffe, mit der ich gegen alles kämpfte, was mich bedrohte und ich als ungerecht empfand.»

Sein Roman «Kennis van die Aand» («Blick ins Dunkel») war das erste auf Afrikaans geschriebene Buch, das von der Apartheid-Regierung verboten wurde. Der 1979 erschienene Roman «A Dry White Season» («Weisse Zeit der Dürre») wurde 1989 mit Marlon Brando, Donald Sutherland und Susan Sarandon verfilmt.

Brink, der den ersten seiner Romane als 13-Jähriger veröffentlicht hatte, unterrichtete lange Zeit Literatur an der Universität von Kapstadt. Im Laufe seiner Karriere wurde er mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt und immer wieder für den Literatur-Nobelpreis nominiert.

SDA

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