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Algerische Schriftstellerin Assia Djebar ist tot

Sie war eine der renommiertesten und einflussreichsten Autorinnen aus dem Maghreb und mehrfache Anwärterin auf den Literaturnobelpreis: Assia Djebar ist im Alter von 78 Jahren in Paris gestorben.

Sie gab den arabischen Frauen eine Stimme: Assia Djebar bei ihrer Aufnahme in die Académie française. (22. Juni 2006)
Sie gab den arabischen Frauen eine Stimme: Assia Djebar bei ihrer Aufnahme in die Académie française. (22. Juni 2006)
Reuters
Der Name ist ein Pseudonym: Assia Djebar in Paris. (22. Juni 2006)
Der Name ist ein Pseudonym: Assia Djebar in Paris. (22. Juni 2006)
AFP
«Bei uns hat jede Frau vier Sprachen»: Assia Djebar. (Undatierte Aufnahme)
«Bei uns hat jede Frau vier Sprachen»: Assia Djebar. (Undatierte Aufnahme)
AFP
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Die algerische Schriftstellerin Assia Djebar ist tot. Die Autorin und Filmemacherin starb im Alter von 78 Jahren in einem Spital in Paris, wie das algerische Radio berichtete. Sie soll in der kommenden Woche in ihrer Heimatstadt Cherchell westlich von Algier beerdigt werden.

Djebar wurde 1936 unter dem Namen Fatima Zohra Imalayène in Cherchell geboren. Im Alter von 18 Jahren ging sie nach Frankreich, wo sie als erste Algerierin an einer Eliteuniversität aufgenommen wurde. Bekannt wurde sie 1957 mit ihrem ersten Roman «La Soif» («Durst»), ein Jahr später folgte «Les Impatients» («Die Ungeduldigen»).

Djebar, die auch für ihren Einsatz für die Rechte von Frauen bekannt wurde, schrieb im Laufe ihrer Karriere mehr als 15 Romane sowie Kurzgeschichten und Gedichte. Ihre Bücher, die sie auf Französisch schrieb, wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt.

Viele internationale Preise

Djebar galt als eine der renommiertesten und einflussreichsten Autorinnen aus dem Maghreb und wurde in den vergangenen Jahre mehrfach als Anwärterin für den Literaturnobelpreis gehandelt. Sie lehrte an Universitäten in Algerien, Frankreich und den USA.

Djebar wurde mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet. Im Jahr 2000 erhielt sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 2005 wurde sie in die renommierte Académie française aufgenommen.

Für ihren ersten Film «La Nouba des Femmes du Mont Chenoua» bekam sie 1979 den Kritikerpreis bei den Filmfestspielen in Venedig, ihr Dokumentarfilm «La Zerda ou les chants de l'oubli» erhielt bei der Berlinale 1982 einen Sonderpreis der für den besten historischen Film.

SDA

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