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«Bikini in den Bergen»

Für die heisse Jahreszeit präsentiert das Alpine Museum im Juli die passende Ausstellung: «Bikini in den Bergen» zeigt Hotelschwimmbäder in der Schweiz.

Um 1970 vergnügten sich Gäste des Hotels Beatus in Merligen in einem Indoorschwimmbad.
Um 1970 vergnügten sich Gäste des Hotels Beatus in Merligen in einem Indoorschwimmbad.
Kunstanstalt Brügger Meiringen
Im Hotel Gstaad Palace: Innen baden, draussen bräunen. Das Bild ist undatiert, es wurde um 1970 aufgenommen.
Im Hotel Gstaad Palace: Innen baden, draussen bräunen. Das Bild ist undatiert, es wurde um 1970 aufgenommen.
Kunstanstalt Brügger Meiringen
Das Freibad Bei der Zuben in Lauterbrunnen, vor vierzig Jahren.
Das Freibad Bei der Zuben in Lauterbrunnen, vor vierzig Jahren.
Kunstanstalt Brügger Meiringen
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Das Alpine Museum ist seit zwei Jahren im Besitz von rund 100'000 Fotos der Kunstanstalt Brügger aus Meiringen. Vormals eine Druckerei, trat diese ab 1905 als Kunstanstalt auf und spezialisierte sich auf anspruchsvolle Hotel- und Tourismuswerbung. 1994 wurde der Betrieb eingestellt.

Erstmals zeigt das Alpine Museum nun in der Ausstellung «Bikini in den Bergen» eine kleine Auswahl von 48 grossformatigen Farbfotografien. Die Ausstellung lädt das Publikum zu einer Schweiz-Reise in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. Die Bilder zeigen nicht nur Hotelswimmingpools im Berggebiet, vom Appenzell bis an den Genfersee. Sie vermitteln dabei auch einen Eindruck der jeweiligen Bademode. Schwerpunktmässig sind die touristischen Gebiete Berner Oberland, Graubünden, Wallis und Tessin vertreten.

Erste Sportbäder

Das Hotelschwimmbad gilt als eigener Bautyp des 20. Jahrhunderts. Seine Verbreitung setzte in der Schweiz um 1920 ein. Mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges geriet die bis dahin blühende Hotellerie aber in eine jahrelange Krise. Zudem hatte die Sommersaison mit dem Aufkommen des Wintertourismus in der Zwischenkriegszeit an Bedeutung verloren.

So diente der Bau von Schwimmbädern der Attraktivitätssteigerung der Hotels im Sommer. Diese Schwimmbäder waren mehrheitlich als Sportbäder angelegt, und ihre Gestaltung folgte den damals aktuellen Forderungen des Neuen Bauens: einer funktionalen und sachlichen Formensprache.

Nach dem Zweiten Weltkrieg änderten sich die Bedürfnisse der Gäste. Gefragt waren nun Unterhaltung, Attraktionen, Entspannung und Erholung von der immer hektischeren Lebensweise. Die Hotelbäder der 1950er-Jahre wurden mehrheitlich als Erholungs- und Vergnügungsbäder angelegt. Sie waren oft kleiner dimensioniert und wichen von der zuvor üblichen rechteckigen Grundform ab.

Technische und finanzielle Möglichkeiten erlaubten es ab den 1960er-Jahren, wetter- und saisonabhängige Schwankungen der Gästezahlen durch witterungsunabhängige Angebote auszugleichen. Die gedeckten Pools kamen in Mode. Zahlreiche Hotels wurden nun um Hallenbadanlagen erweitert, um den Gästen das ganze Jahr hindurch Erholung und Unterhaltung bieten zu können.

Ausstellung im Alpinen Museum: 25. Juli bis 4. Oktober, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

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