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«Das Problem ist: Städte richten sich nach dem Verkehr aus»

Der Soziologe Richard Sennett fordert ein Umdenken, damit in der Stadt unterschiedliche Menschen zusammenleben können.

Aus der Stadtplanung sei leider auch eine bürokratische Übung geworden, sagt Richard Sennett. Foto: Getty

Aus der Stadtplanung sei leider auch eine bürokratische Übung geworden, sagt Richard Sennett. Foto: Getty

Herr Sennett, Sie haben sich über Jahrzehnte mit Städten beschäftigt und wie diese gebaut werden. Dann hatten Sie einen Schlaganfall. In Ihrem Buch «Die offene Stadt» schreiben Sie, dass dies Ihre Sicht auf die Stadt verändert hat. Warum?
Bei einem Schlaganfall verliert man das Gefühl für Distanzen. In einer Menschenmenge zu sein, ist plötzlich eine Schwierigkeit. Als Urbanist habe ich nichts anderes gemacht, als Menschenmengen zu studieren. Nach dem Schlaganfall musste ich mir erst wieder antrainieren, das machen zu können.

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