Die Kummerbuben melden sich zurück

Nach dreijähriger Pause haben die Kummerbuben die Single «Dicki Meitschi » herausgegeben. Im Januar folgt das gleichnamige Album.

Drei Jahre nach ihrer letzten Platte sind die Kummerbuben zurück: Ihre neue Single «Dicki Meitschi» haben sie bereits veröffentlicht, im Januar erscheint das gleichnamige Album. «Wir haben zwei Jahre daran gearbeitet», sagt Frontmann Simon Jäggi. «Die Freude ist gross, dass es nun fertig ist.»

Für das Video zur Single haben sich die Kummerbuben etwas Besonderes einfallen lassen: Fans sollen der Band Tanz-Videos von sich zusenden, aus diesen werde dann ein Video-Clip gebastelt. «Wir hoffen, dass uns Leute Videos schicken, die etwas seltsam tanzen», sagt Jäggi. Das Video solle eine Hommage an das Unperfekte, ans Spezielle werden.

Die Kummerbuben haben auf ein Crowdfunding für ein teures Musikvideo verzichtet. «Wir wollen kein Geld von unseren Fans, sondern dass sie für uns tanzen.»

Erfolg in Deutschland

Zur Idee zum Video kamen die Kummerbuben wegen eines Satzes der neuen Single: «Hätt ar Anna-Grett mau öper i der Schueu gseit, wüu de komisch tanzisch, wirsch mau zur Berühmtheit.» Im Lied gehe es um Aussenseiter, um Leute, die anders sind, so Jäggi.

In den drei Jahren seit dem letzten Album «Weidwund» war die Band auf Tour. Sie spielten auch in Deutschland, zum Beispiel in Hamburg. «Es ist überraschend, wie gut die Mundart-Songs dort funktionieren», sagt Jäggi.

Die Einkünfte aus den Auftritten in Deutschland seien für die Kummerbuben wichtig. «Die Deutschschweiz ist klein und in der Westschweiz hat man als Mundart-Band einen schweren Stand.» Ins neue Album hat die Band viel Freizeit investiert. Es sei nicht möglich von der Band alleine zu leben.

Fürs neue Album haben die Kummerbuben zum ersten Mal mit dem Schaffhauser Produzenten und Aeronauten-Frontmann Guz (Oliver Maurmann) zusammengearbeitet. «Die externen Ohren haben uns bei jedem Lied ein, zwei Schritte weiter gebracht», sagt Jäggi.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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