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Geplante Filmbiografie «Spencer» Kristen Stewart wagt sich an Lady Di

Der Hollywoodstar nimmt sich eine weitere Ikone der Popkultur vor: Im Biopic «Spencer» wird sie die tödlich verunglückte Prinzessin Diana spielen.

Kristen Stewart.
Kristen Stewart.
Foto: Mark Von Holden (Invision/AP)

«Twilight»-Star Kristen Stewart hat sich festgelegt: Sie wird in ihrem nächsten Spielfilm Prinzessin Diana spielen. Im Zentrum von «Spencer» (betitelt nach Dianas Nachnamen vor der Hochzeit mit Prinz Charles) steht ein Weihnachtswochenende auf dem königlichen Landsitz Sandringham zu Beginn der Neunzigerjahre.

Die ganze Handlung soll sich innerhalb von drei Tagen abspielen. Lady Di soll damals beschlossen haben, sich von ihrem Gatten Charles zu trennen. Ihr tragischer Unfalltod Jahre später wird im Film keine Rolle spielen, berichtet das Branchenportal Deadline.

Stewart führt damit fort, was sie schon zu «Twilight»-Zeiten begann – die Verkörperung von realen Figuren. 2010 spielte sie in «The Runaways» die Rockerin Joan Jett, letztes Jahr präsentierte sie am Zurich Film Festival die Biografie «Seberg» über die französische Nouvelle-Vague-Ikone Jean Seberg.

«Kristen Stewart ist in der Lage, einen Film allein mit ihren Augen zu tragen.»

«Spencer»-Regisseur Pablo Larrain

Wie sich Stewart auf eine solche Filmbiografie vorbereitet, darüber gab die amerikanische Schauspielerin im vergangenen Oktober Auskunft: «Als Erstes denkt man ja: Diese Person bin sicher nicht ich. Man steht der Herausforderung eingeschüchtert und gehemmt gegenüber und muss erst mal alles von sich wegschieben, um in die Rolle einzutauchen. ‹Seberg› war zudem schwierig, weil es über diese Schauspielerin kaum Bildmaterial gibt. Ich wusste zum Beispiel nicht, wie sie einen Raum betrat, wenn sie ganz zwanglos war. Auch klanglich waren wir verschieden: Ich musste für diese Rolle eine Oktave höher sprechen als sonst.»

Von Fans und Medien belagert

«Spencer» dürfte Stewart nun insofern entgegenkommen, als sie zu «Twilight»-Zeiten ähnlich wie Diana von Fans und Medien belagert wurde, dieses Grundgefühl also kennt. Der Unterschied: Über Lady Di gibt es wesentlich mehr Quellenmaterial als über Jean Seberg.

Ausserdem hat Stewart mit dem Chilenen Pablo Larrain einen Regisseur zur Seite, der sie in den höchsten Tönen lobt: «Stewart kann geheimnisvoll, zerbrechlich und stark wirken», sagte dieser gegenüber Deadline. «Und sie ist in der Lage, einen Film allein mit ihren Augen zu tragen.»

Prinzessin Diana im November 1985 bei einem Staatsdinner im australischen Adelaide.
Prinzessin Diana im November 1985 bei einem Staatsdinner im australischen Adelaide.
Foto: Keystone

Larrain muss es wissen, er kennt sich mit Biografien über grosse Frauenfiguren aus. Der Chilene drehte 2016 einen Film über die US-Präsidentengattin Jackie Kennedy («Jackie»), welcher der Hauptdarstellerin Natalie Portman eine Oscarnomination einbrachte. Und ja, eine solche Ehre fehlt Stewart noch in ihrer Karriere.

Unmut in den sozialen Medien

Die Dreharbeiten für «Spencer» dürften im Frühjahr 2021 beginnen. Dass die amerikanische Schauspielerin die britische Königin der Herzen spielen soll, sorgte in den sozialen Medien allerdings auch für Unmut; viele bemängelten zudem, dass Kristen Stewart Prinzessin Diana nicht ähnlich sehe.

Nachdem ihre beiden letzten Rollen in der 2019er-Action-Comedy «Charlie’s Angels» und dem Sci-Fi-Horrorfilm «Underwater» an den Kinokassen gefloppt und auch bei der Kritik durchgefallen waren, dürfte für Kristen Stewart die Rolle der Lady Di eine willkommene Herausforderung sein.

Dafür muss nun womöglich auch ihr Langspielfilm-Debüt als Regisseurin erst einmal hinten anstehen: Im Rahmen des ZFF hatte Stewart erwähnt, dass sie an der Adaption von Lidia Yuknavitchs Kultbuch «The Chronology of Water» arbeite.