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Die EinzelkritikThun-Noten: Kopfballmonster Stillhart

Beim 1:0-Sieg gegen YB überzeugen die Thuner im Kollektiv. Basil Stillhart wächst gar sprichwörtlich über sich hinaus.

Basil Stillhart rückte in die Innenverteidigung und war für die Young Boys am Boden und in der Luft ein mühsamer Gegenspieler.
Basil Stillhart rückte in die Innenverteidigung und war für die Young Boys am Boden und in der Luft ein mühsamer Gegenspieler.
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Guillaume Faivre – 4,5

Deutlich ruhiger und sicherer als noch am Samstag in Neuenburg. Spielt mit, und diesmal stimmt das Timing beim Herauslaufen. Auszeichnen mit einem Big Save kann sich der 33-Jährige zwar nicht, gegen weitgehend harmlose Young Boys ist dies aber auch gar nicht nötig.

Stefan Glarner – 4,5

Auf der rechten Abwehrseite ein gewohnt sicherer Wert.

Basil Stillhart – 5,5

Rückt für den gesperrten Havenaar eine Reihe nach hinten – und markiert sogleich den Chef im Abwehrverbund. Der St. Galler ist zwar nicht der Grösste, hat aber ein grosses Kämpferherz. Wie er gegen den 14 Zentimeter grösseren Hoarau fast jedes Kopfballduell gewinnt, zeugt von Klasse und exzellentem Timing.

Nicola Sutter – 4,5

Auch er hilft dabei, hinten dicht zu halten. Bekundet einmal Mühe mit Elia und hat Glück, dass dieser an der Strafraumgrenze trotz Sutters Zurückhalten nicht fällt.

Chris Kablan – 4,5

Auch er ist ein bissiger Gegenspieler. Der Luzerner bringt die YB-Flügel phasenweise zur Verzweiflung. Beteiligt sich auch gut am phasenweise flüssigen Passspiel.

Kenan Fatkic – 4,5

Erhält nach dem Teileinsatz am Samstag eine Chance von Beginn an, da im Mittelfeld mit dem gesperrten Bertone und dem rückversetzten Stillhart zwei Plätze in der Raute freigeworden sind. Der Slowene hält gegen den aufsässigen Aebischer gut dagegen.

Nicolas Hasler – 4,5

Der Liechtensteiner ist ein unauffälliger Arbeiter, der perfekt ins System von Marc Schneider passt. Grosse Offensivakzente kommen von Hasler selten, aber er stopft viele Löcher in der Defensive.

Grégory Karlen – 5

Der Walliser steht nach einer langwierigen, hartnäckigen Fussverletzung erstmals seit November wieder in der Startformation. Gibt den ruhigen, umsichtigen Ballverteiler und zeigt, dass er eine sehr valable Option ist im Mittelfeld.

Miguel Castroman – 4,5

Deutlich aktiver und gefährlicher als noch bei Xamax. Initiiert Angriffe und geht selber in den Abschluss. Die Belohnung in Form eines Tores bleibt indes aus.

Hassane Bandé – 5

Nach drei Kurzeinsätzen erhält der Burkiner erstmals eine Chance in der Startelf. Und er nutzt sie. Bereits nach 2 Minuten bringt er sich in Abschlussposition. In der Folge reisst er immer wieder Löcher auf und harmoniert gut mit Munsy, für den er mit einem weiten Ball das Tor auflegt.

Ridge Munsy – 5

Die Corona-Pause hat vieles gestoppt, die Treffsicherheit von Ridge Munsy aber ist im Juni noch genauso vorhanden wie im Februar. Der 30-Jährige hat nun bereits fünf Spiele in Serie getroffen. Und bei grösserer Kaltblütigkeit wären gegen YB mehrere Tore möglich gewesen.

Simone Rapp

71. für Munsy. Der Tessiner steht erstmals seit sechs Spielen nicht in der Startformation, aber er beweist seinen Wert, indem er in der strengen Schlussphase frische Energie bringt.

Matteo Tosetti

72. für Castroman. Tosetti gehörte einst zu den Wertvollsten im Thuner Ensemble. Derzeit muss er sich mit der Jokerrolle begnügen. Hat bei einem Konter die Entscheidung auf dem Fuss, aber vergibt.

Miguel Rodrigues

85. für Sutter. Der Genfer feiert nach langer Verletzungspause sein kurzes Comeback.