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Berner Unihockey-TeamsKöniz und Burgdorf sind Derby-Sieger

Sechs Spielerinnen und Spieler der Berner Vereine trafen zum Saisonauftakt doppelt. Aber nur bei drei Teams führte die Treffsicherheit auch zu Siegen.

Manuel Maurer (Mitte) sorgt für Unruhe vor dem Tor des UHC Thun. Sven Körner kann den Ball nicht parieren.
Manuel Maurer (Mitte) sorgt für Unruhe vor dem Tor des UHC Thun. Sven Körner kann den Ball nicht parieren.
Foto: Manuel Zingg

Es geht nichts über einen gelungenen Auftakt. 44 Sekunden sind zwischen Floorball Köniz und Thun gespielt, der Ball gelangt zu Manuel Maurer. Dieser befördert die Kugel Backhand Richtung Tor, übertölpelt dabei den gegnerischen Torhüter und trifft zum 1:0. Köniz dominierte das Berner Derby auch sonst nach Belieben und siegte 8:1. Maurer setzte in der Partie mit seinem zweiten persönlichen Treffer auch den Schlusspunkt. Der Nationalspieler war Mann des Spiels, doch auch der schwedische Neuzugang Simon Jirebeck traf für die Könizer zweimal.

Der doppelte Rentsch

Apropos Doppeltorschütze: Den hat auch Wiler-Ersigen zu bieten. Marco Rentsch bewies beim 7:2 gegen Waldkirch-St. Gallen seinen Torriecher. Im Jahr eins ohne die Legende Matthias Hofbauer siegte Wiler zwar standesgemäss, das Gezeigte entsprach aber den eigenen Ansprüchen noch nicht. Den Offensivaktionen fehlte oft die Präzision, die Tore waren noch zu oft Zufallsprodukte. Zumindest standen die Unteremmentaler stets am richtigen Ort, um die Bälle nach Abprallern ins gegnerische Netz zu befördern.

Gratulationen für den Doppeltorschützen Marco Rentsch.
Gratulationen für den Doppeltorschützen Marco Rentsch.
Foto: zvg

Vorsprung verspielt

Den Tigers Langnau ist der Saisonauftakt missglückt. Die Partie in Chur ging mit 4:6 verloren, ärgerlich dabei war, dass die Emmentaler vorzüglich in die Partie gestartet waren und nach dem ersten Drittel 4:1 führten. So durfte sich der Tigers-Doppeltorschütze Simon Steiner am Ende nicht freuen. Steiner erzielte die beiden ersten Tore für seine Equipe.

Die Spielerin der Runde

Tore schiessen ist gut, Matchwinnerin sein besser. Lea Hanimann sicherte den Wizards Bern-Burgdorf mit zwei Treffern den Sieg. Die bald 24-jährige Stürmerin traf auswärts gegen Unihockey Berner Oberland in der 47. Minute zum 3:3. Und in der Verlängerung erzielte sie das Tor zum 4:3. «Das ist zwar schön», sagt Hanimann, «noch lieber wäre mir aber ein Sieg in der regulären Spielzeit gewesen». Chancen dazu hätten die Burgdorferinnen genügend gehabt. Hanimann gehört in ihrem Team zu den Urgesteinen. Bereits im Alter von 12 Jahren wechselte die Langenthalerin von ULA zu den Wizards. Mit 14 spielte sie in der U-21, mit 16 erstmals in der NLA-Equipe. Mittlerweile gehört Hanimann auch wieder dem Nationalteam an. Internationale Auftritte sind ein Ziel der gelernten Kauffrau, aber auch mit Bern-Burgdorf werden die Ambitionen von Jahr zu Jahr grösser. Die Teilnahme am Superfinal wäre eine coole Sache, findet Hanimann. Bern-Burgdorf will die Dominanz der beiden Topteams Dietlikon und Chur endlich durchbrechen. Der Sieg bringt die Wizards auf die richtige Spur, und Lea Hanimann ist aus Berner Sicht die Spielerin der Runde.

Keinen Siegesjubel gab es hingegen für die Skorpions Emmental. Auch die Skorps hatten mit Lara Kipf eine zweifache Torschützin in ihren Reihen, die Partie in Chur hingegen ging mit 5:8 verloren.

Lea Hanimann (rechts), Matchwinnerin für die Wizards Bern-Burgdorf.
Lea Hanimann (rechts), Matchwinnerin für die Wizards Bern-Burgdorf.
Archivfoto: Marcel Bieri