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LeserreaktionenKlimakrise: Es braucht nur noch den Willen

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Junge Demonstranten kämpfen am 2. Februar 2019 in der Berner Innenstadt für ein Umdenken in der Klimapolitik.
Junge Demonstranten kämpfen am 2. Februar 2019 in der Berner Innenstadt für ein Umdenken in der Klimapolitik.
Valerie Chetelat

Zu «Die Klimabewegung plant das Comeback»

Fragwürdig

Ob man überhaupt demonstrieren soll oder nicht, ist Ansichtssache. Aber in dieser Corona-Zeit demonstrieren und möglicherweise dabei noch gesundheitliche Konsequenzen tragen – das müssen die Teilnehmer selbst wissen. Das Volk zu ungehorsam in der Cornona-Zeit aufzurufen, finde ich fragwürdig. Martin Fischer, Worb

Ursachen statt Symptome bekämpfen

Die Klimabewegung hat absolut recht: Die institutionelle Politik hat kaum Willen gezeigt, das Problem Klimakrise bei den Ursachen anzupacken. Wer ein Problem aber lösen will, muss notwendigerweise Ursachen- anstelle der Symptombekämpfung betreiben und somit radikal im ursprünglichen Sinne des Wortes sein. Es führt schlicht kein Weg an einem Ausstieg aus fossilen Energieträgern und einer Ideologie des unbegrenzten Wachstums vorbei. Extrem wäre es, am Status quo festzuhalten, der Menschenrechte, Gerechtigkeit und eine lebenswerte Zukunft für alle kurzfristigem Gewinnstreben unterordnet. Wir können nämlich mehr, als weiterhin auf Kosten anderer und mit Blick auf eine sich verfinsternde Zukunft zu leben. Lösungen sind vorhanden, jetzt braucht es den Willen zur Veränderung. Jan Schuller, Bern

Zitat des Tages

«Lassen wir Güggu weiter seinen Lebensunterhalt verdienen.»

Hans Lauri

Zu «Bernmobil möchte die Fahrgäste vor seinem Gesang schützen»

Bern wird auf Normalität getrimmt

Die Welt und auch das einst im Kulturbereich innovative Bern wird öder, angepasster und «auf Normalität» getrimmt. Heute wären wohl auch Madame de Meuron, Sigi und andere Berner Originale «störende Subjekte». Lasst doch Güggu sein «Musikantenleben»; auch ich bin schwelge, je nach Laune, nicht immer in Begeisterung, wenn er zu singen beginnt, aber gegenüber den ab und an anderen «schlechten Manieren» von einen Passagierinnen und Passagieren ist es keine Rede wert. Onlinekommentar von Claudio A. Engeloch

Ein Herz für solche Menschen

Meine Statistikkenntnisse mögen wohl ungenügend sein, aber die Wahrscheinlichkeit sich in der Migros beim Gewühl an der Gemüsetheke anzustecken, ist gefühlt doch deutlich höher. Wir alle tragen Schutzmasken im Bus – das finde ich eine super Sache –, Güggu sogar ein Face Shield, und somit müsste das eigentlich ziemlich passen, respektive das Risiko genügend minimiert werden. Und ja, wir Berner haben ein Herz für solche Menschen, und ja, sie zaubern einem ab und an ein Lächeln ins Gesicht, wenn man bereit ist, dies zuzulassen. Lassen wir Güggu weiter seinen Lebensunterhalt verdienen. Onlinekommentar von Hans Lauri

Zu «Das müssen Sie zum Vaterschaftsurlaub wissen»

Groteskes Argument

Ist es wirklich opportun, dass der Staat jungen Vätern einen zweiwöchigen zusätzlichen Urlaub finanzieren soll? «Nice to have» auf Kosten aller. Vergessen, dass wir wichtigere Probleme zu lösen haben? Wie zum Beispiel die langfristige Finanzierung von Altersvorsorge und IV. Die Einführung dieser neuen Sozialversicherung steht auch in der Zeit der Rückführung der immensen Corona-Gelder quer in der Landschaft. Die Begründung, die meisten EU-Staaten hätten das auch, scheint mir ein ungünstiges Vorbild zu sein. Die Wohlstands- und Lebensqualitätsunterschiede sind gross. Es ist erstrebenswert, selber zu denken und einen schlanken Staat auch in Zukunft hoch zu halten. Es ist auch grotesk zu glauben, ein zweiwöchiger Papi-Urlaub habe einen nachhaltig positiven Effekt auf die Vater-Kind-Beziehung. Eine umsorgte Vaterschaft sollte mindestens 20 Jahre dauern. Christoph Schmutz, Belp

Zur Leserreaktion «Gier ist Schuld» zu Schwarzarbeit in indischen Restaurants

Eine Ausnahme

Dieser Beitrag von Theres Schweizer aus Kehrsatz bringt es auf den Punkt und ich kann ihn nur unterstützen. Er dürfte aber nicht nur für Bern sprechen, sondern könnte durchaus unter dem Begriff «Multikulti» im ganzen Land seinen Platz finden. Es ist unschwer fest zustellen, dass es bei uns viele Gastrobetriebe mit internationaler Küche gibt, was offenbar erwünscht ist und rege benutzt wird. Die meisten werden sicher auch sehr professionell geführt. Die indischen Restaurants in Bern dürften eher eine Ausnahme sein. Eine Ausnahme, die aber keinesfalls geduldet werden darf. Hans Wyss, Lyss