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Neu im Club der «Forbes»-MilliardäreWie hat Kim Kardashian das geschafft?

Berühmt wurde sie mit einer Reality-TV-Serie. Nun sind allein Kim Kardashians Anteile an ihrem Kosmetik-Unternehmen laut «Forbes» 500 Millionen Dollar wert. So verteilt sich ihr Vermögen.

Hat seit vergangenem Oktober über 200 Millionen Dollar verdient: Kim Kardashian wird immer reicher.
Hat seit vergangenem Oktober über 200 Millionen Dollar verdient: Kim Kardashian wird immer reicher.
Foto: Instagram

Instagram-Ikone Kim Kardashian ist jetzt Milliardärin. «Forbes» nahm die 40-jährige Unternehmerin am Dienstag in seine «World’s Billionaires»-Liste auf. Insgesamt führt das US-Wirtschaftsmagazin dort aktuell 2755 Milliardärinnen und Milliardäre auf – Amazon-Gründer Jeff Bezos steht an der Spitze der Liste mit einem geschätzten Vermögen von 177 Milliarden Dollar.

Wie hat es Kim Kardashian, vordergründig eine Influencerin, die Bilder von sich online stellen lässt, in den Club der Superreichen geschafft? Gemäss «Forbes» stammt der Reichtum zu den grössten Teilen aus Kardashians zwei Firmen: 2017 gründete sie das Kosmetik-Unternehmen KKW Beauty, 2019 folgte die eigene Kleidermarke Skims. Ein entscheidender Karriereschritt: Sie verdient damit zum ersten Mal nicht mehr über Lizenzen oder Verträge mit Werbepartnern Geld, wie sie damals zu «Forbes» sagt, sondern trägt als Eigentümerin das Risiko – und erntet den Ertrag.

Mit der Firmengründung kopierte Kim ein Marketingmuster, das zuvor ihre jüngere Halbschwester Kylie Jenner erfolgreich vorgemacht hatte. Kylie lancierte bereits Ende 2015 eigene Kosmetikprodukte und promotete sie direkt über ihre Social-Media-Kanäle.

Die kleine Schwester als grosses Vorbild: Kim Kardashian und Kylie Jenner bei einer Oscar-Party im Jahr 2020.
Die kleine Schwester als grosses Vorbild: Kim Kardashian und Kylie Jenner bei einer Oscar-Party im Jahr 2020.
Foto: Keystone

Als Kim Kardashian 2017 die erste Produktelinie zum Verkauf freigab, sind die 300’000 Stück innert zwei Stunden ausverkauft. Die Marken von Kim und Kylie gewinnen über künstliche Begrenzung an Attraktivität: Ihre Kosmetika, Parfums und Kleider verkaufen sie oft in limitierten Auflagen, die vorab auf den eigenen Plattformen angekündigt werden und schnell vergriffen sind. Das kreiert Hype – der sich weiter vermarkten lässt, etwa mit Aufstockungen und Rekordmeldungen.

Kim Kardashian hält Aktien bei Disney, Amazon, Netflix und Adidas.

Kim Kardashian war 2007 mit der Familien-Realityshow «Keeping Up with the Kardashians» und einem mutmasslich geleakten Sextape international bekannt geworden und hat sich darauf eine riesige Fangemeinde in den Online-Netzwerken aufgebaut. In Sachen Kleidungsstil und Körperideal hat sie zusammen mit ihren Geschwistern in den 2010er Jahren einen neuen Look geprägt, der heute auf Social Media dominiert.

Allein auf Instagram folgen Kim Kardashian inzwischen 213 Millionen Menschen, damit ist sie auf Platz sechs der meistgefolgten Persönlichkeiten auf der Plattform. Dazu kommen knapp 70 Millionen Follower auf Twitter, das ist Platz 10.

Seit Juni 2019 hat Kim Kardashian eine eigene Kleiderfirma, die auf Unterwäsche und Loungewear setzt.
Seit Juni 2019 hat Kim Kardashian eine eigene Kleiderfirma, die auf Unterwäsche und Loungewear setzt.
Foto: Instagram

Nun nutzt Kardashian ihre enorme Reichweite also, um Kosmetik, Düfte, figurformende Unterwäsche und Freizeitbekleidung zu verkaufen. Unter ihren Abermillionen Followern sind längst genug Fans, die dem Kardashian-Ideal nacheifern und ihre Produkte auch wirklich kaufen. Diese sind zeitgeistig, aber unspektakulär genug designt, sodass sie ein möglichst breites Publikum ansprechen.

Ein lukratives Geschäft, mit unmittelbarem Marketing direkt bei der kaufbereiten Zielgruppe. Im vergangenen Jahr stieg dann auch der Kosmetikriese Coty bei KKW Beauty ein und kaufte 20 Prozent der Firma für 200 Millionen Dollar. Kardashians selbst hält weiterhin 72 Prozent an KKW Beauty, «Forbes» bewertet allein ihre Anteile mit rund 500 Millionen Dollar.

Für den Geschäftsgang ihrer Kleiderfirma Skims gibt Kardashian keine Zahlen frei. «Forbes» macht den Wert des Unternehmens unter Berufung auf interne Quellen bei 500 Millionen Dollar fest, wovon Kims Anteile mindestens 225 Millionen betragen sollen. Kim reagierte 2020 schnell auf den Ausbruch der Corona-Pandemie und erweiterte das Angebot, das zunächst allein aus Formwäsche bestand, um bequeme Alltagskleidung wie Jogginganzüge und Leggins.

Kim Kardashian besitzt auch Immobilien und Aktien.
Kim Kardashian besitzt auch Immobilien und Aktien.
Foto: Instagram

Auch über ihr Engagement bei «Keeping Up with the Kardashians», Werbeeinnahmen – gerade über Instagram – und Investitionen fliessen Kim Kardashian Millionen zu. Seit 2012 habe Kim Kardashian jedes Jahr mindestens 10 Millionen verdient, schreibt «Forbes».

So besitzt sie auch mehrere Immobilien im Nobelviertel Calabasas im Norden von Los Angeles. Ausserdem hält sie Aktien bei Disney, Amazon, Netflix und Adidas – ihr Noch-Ehemann Kanye West hatte ihr diese 2017 zu Weihnachten geschenkt. Den grossen Brocken von Kims Vermögen machen aber ihre Beauty- und Modemarken aus.

Betrug Kardashians Vermögen laut «Forbes» im vergangenen Oktober noch 780 Millionen Dollar (mehr als 726 Millionen Franken), stieg es nun auf rund eine Milliarde Dollar an. Halbschwester Kylie Jenner war 2019, damals 21-jährig, von «Forbes» zur jüngsten Milliardärin ausgerufen worden, nun ist sie aus dem Milliardärs-Club gefallen. «Forbes» schätzt Jenners Vermögen auf 700 Millionen Dollar.

Kim Kardashian hat sich nach sieben Jahren Ehe von ihrem Mann Kanye West getrennt, die beiden haben vier gemeinsame Kinder.
Kim Kardashian hat sich nach sieben Jahren Ehe von ihrem Mann Kanye West getrennt, die beiden haben vier gemeinsame Kinder.
Foto: Instagram

Zuletzt hatte Kim Kardashian auch mit ihrem Privatleben für Schlagzeilen gesorgt: Im Februar reichte sie die Scheidung von Rapper Kanye West ein, den sie 2014 geheiratet hatte.

afp/nlu/Martin Fischer

23 Kommentare
    recep grunder

    Total Bizarr. Das ist nur möglich weil die Medien solche Auswüchse schamlos propagieren.