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Wegen Corona abgesagtKein Schwingfest auf der Lueg

Im Jubiläumsjahr gibts keine Feier: Der Lueg-Schwinget wird ein Jahr später zum 75. Mal ausgetragen.

In diesem Jahr wird auf der Lueg nicht geschwungen.
In diesem Jahr wird auf der Lueg nicht geschwungen.
Foto: Andreas Blatter

Zum 75. Mal hätte er stattfinden sollen: der Lueg-Schwinget. Doch nun haben die Organisatoren den Jubiläumsanlass vom 13. September 2020 abgesagt. Er wird ein Jahr später, am 12. September 2021, stattfinden. «Bis zum letztmöglichen Zeitpunkt haben wir mit der Entscheidung gewartet», wird Patrick Sommer, Präsident des Schwingklubs Burgdorf, in der Medienmitteilung zitiert. Nach den ersten Lockerungen zur Corona-Krise hätten die Organisatoren gehofft, den Anlass durchführen zu können. Mit der späten Austragung jeweils im September war man lange «guter Dinge».

Doch eine seriöse Vorbereitung braucht Zeit, und so sah sich der Vorstand des Schwingklubs Burgdorf gezwungen, nach Bekanntmachung der letzten Lockerungen des Bundesrats über eine allfällige Durchführung zu entscheiden. An einer ausserordentlichen Vorstandssitzung hat er schliesslich beschlossen, den Lueg-Schwinget für dieses Jahr abzusagen.

Wenig Platz

«Der Entscheid war nicht unumstritten, doch am Ende siegte die Vernunft», heisst es in der Mitteilung. Auch wenn Veranstaltungen bis 1000 Personen oder sogar mehr zugelassen würden; ein solides Schutzkonzept umzusetzen, sei mit den engen Verhältnissen auf dem Lueg-Festplatz nahezu unmöglich und übersteige die organisatorischen, aber auch finanziellen Möglichkeiten des Schwingklubs. Hinzu komme, dass mit der 75. Austragung ein Jubiläum anstehen würde, das würdig und im Stile bekannter Schwingfeste gefeiert werden wolle. «Die lockere Feststimmung und der ungezwungene Charakter des Fests gehen verloren, wenn Abstand gehalten werden muss oder sämtliche Besucherinnen und Besucher mit Masken feiern müssen.»

Mit seinem Entscheid will der Schwingklub zudem das Risiko vermeiden, dass sich jemand ansteckt und seine Gesundheit gefährdet. Im schlimmsten Fall könnte das Schwingfest zu einem Corona-Hotspot werden, was es zu vermeiden gelte. «Diese Verantwortung kann der Schwingklub nicht übernehmen.» Und schliesslich habe man auch festgestellt, dass wegen der praktisch komplett ausgefallenen Schwingsaison die Teilnahme der Schwinger äusserst unsicher sei.

rsc