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LeserreaktionenKaum erstaunt, wenn die Fallzahlen wieder steigen

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Vor der Reitschule fand am Samstagabend eine illegale Technoparty statt.
Vor der Reitschule fand am Samstagabend eine illegale Technoparty statt.
Foto: Leserreporter 20 Minuten

Zu «Der Namensstreit ums Agassizhorn flammt neu auf»

Keinen Personennamen für das Agassizhorn

Wenn das Agassizhorn umbenannt werden sollte, wäre es ratsam, ihm keinen Personennamen zu geben. Dieser ist oder wird mit der Zeit womöglich den meisten unbekannt sein – denn Ruhm ist vergänglich. Mein Vorschlag ist, ihm einen neutralen Namen zu geben, zum Beispiel «Felsenhorn». Dieser Name ist nach meinen Nachforschungen noch nicht vergeben.

Martin Meyer, Wabern

Zu «150’000 Downloads, kritische Punkte und gute Noten»

Jedes fünfte Handy ist zu alt für Corona-App

«Je mehr Personen die App nutzen, desto besser», so Bundesrat Alain Berset. Doch diese Aussage hinkt ganz schön. Der Bund investierte im April 20 Millionen Franken für die neue Corona-Tracing-App. So weit, so teuer. Dazu kommt, dass viele Smartphones zu veraltet sind. Das betrifft etwa jedes fünfte Handy. Und diejenigen, die die App bereits heruntergeladen haben, kämpfen mit regionaler Verfügbarkeit, Speicherplatz- und Synchronisationsproblemen. Hätten sich die Parteien nicht doch noch etwas mehr Zeit zur Datenerhebung und Benutzerfreundlichkeit nehmen sollen? Ich bin gespannt, ob nach dem Ende der Pilotphase ab Juli die Swiss-Covid-App landesweit wirksam und vor allem ergebnisreich eingesetzt werden kann. Ich wäre auf jeden Fall dabei, hätte ich doch nur ein Swiss-Covid-App-fähiges Smartphone.

Karin Meyer, Hünibach

Zu «Trotz Corona feiern Hunderte eine Technoparty»

Kaum erstaunt, wenn die Fallzahlen wieder steigen

Eine illegale Party in Bern und die Kantonspolizei liess die Partygänger gewähren. Es ist unfassbar, was einem in letzter Zeit mit Schlagzeilen dieser Art vorgesetzt wird. Absolut unverständlich war die Reaktion der Sicherheitskräfte zum erwähnten Anlass. Einerseits werden die Restaurants kontrolliert, ob die vorgeschriebenen Sicherheitskonzepte auch umgesetzt werden, und andererseits gibt es eine andere Klasse Bürger, die tun und lassen können, was sie wollen. Es wird Wochenende um Wochenende demonstriert, ohne dass Sicherheitskonzepte eingehalten werden, und leider auch ohne Handeln der Ordnungskräfte. Dieselben Leute, die an diesen Partys oder Demonstrationen teilnehmen, verkünden bei jeder Gelegenheit, es sei höchste Zeit, eine Maskenpflicht einzuführen. Nun werden wir wohl kaum erstaunt sein, wenn die Fallzahlen wieder steigen. Wo wird man dann die Schuldigen finden? Es ist an der Zeit, dass die Politik die vorgeschriebenen Regeln durchsetzt.

Peter Linder, Bern

Zu «Solche Anlässe führen direkt zurück in den Lockdown»

Das Kommunikationssystem überdenken und anpassen

Der Stadtpräsident Alec von Graffenried nervt sich, dass er erst am Sonntagmorgen davon erfahren hat, dass die halbe Stadt wegen der Technoparty auf der Schütz nicht schlafen konnte. Dann wäre es vielleicht an der Zeit, das Kommunikationssystem – falls er überhaupt über ein solches verfügt – zu überdenken und schleunigst anzupassen.

Online kommentiert: Eduard Daetwyler

Jedes Mal ist der gleiche Kommentar zu hören

Der Stadtpräsident Alec von Graffenried als Anhänger solcher Gruppierungen sollte bei sich selbst anfangen zu überlegen, bevor er die Polizei kritisiert. Jedes Mal nach einem Wochenende voller Chaos ist der gleiche Kommentar zu hören: Solches dürfe nie mehr vorkommen. Wie lächerlich.

Online kommentiert: Toni Burlon

Die Einsatzleitung wie auch der Stapi haben geschlafen

Die Kantonspolizei macht in Bern meist einen guten Job. Aber hier hat die Einsatzleitung wie auch der Stapi wohl geschlafen. Wenn man ernst genommen werden will, sollte man bei begangenen Fehlern einfach die Verantwortung übernehmen. Aber man kann sich auch lächerlich machen mit ewigen gegenseitigen Schuldzuweisungen.

Online kommentiert: Heinz Ibicenco