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Temperaturen bis 30 GradJetzt wirds noch einmal richtig sommerlich

Wer es heiss und sonnig mag, kommt in den nächsten Tagen auf seine Kosten: Nun hält der Spätsommer Einzug und beschert dem Bernbiet rekordverdächtiges Traumwetter.

Sommer im Berner Marzili: Wer den Sprung ins Wasser noch einmal wagen will, erhält in den nächsten Tagen die Gelegenheit dazu.
Sommer im Berner Marzili: Wer den Sprung ins Wasser noch einmal wagen will, erhält in den nächsten Tagen die Gelegenheit dazu.
Foto: Raphael Moser

Die ersten Septembertage zeigten sich teilweise bereits von der herbstlich-kühlen Seite. Enttäuschte Fans von Sommer, Sonne und Wärme dürfen nun aber aufatmen: In den nächsten Tagen werden sie noch einmal voll auf ihre Kosten kommen.

Nun hält nämlich der Spätsommer Einzug in der Region Bern. Dieser wird bis mindestens Mitte nächste Woche andauern. Die Höchsttemperaturen werden gemäss dem Wetterdienst Meteonews bis zum Beginn der nächsten Woche stetig etwas ansteigen und sich im Flachland und in den Alpentälern zwischen etwa 23 und 28 Grad bewegen.

Lediglich in den Bergen ist vor allem am Freitag und am Samstag mit ein paar Regengüssen und örtlichen Gewittern zu rechnen. Am Montag und Dienstag liegen dann örtlich gar Temperaturen von 29 oder gar 30 Grad drin.

Ausserordentlich heiss, aber nicht rekordverdächtig

Die prognostizierten Temperaturen für die kommenden Tage bewegen sich im Kanton Bern in der Nähe des bisherigen Temperatur-Maximums im September. So kletterte das Thermometer in Zollikofen etwa am 14. September 1987 auf 31,4 Grad, in Interlaken wurde es am 12. September 1962 29,6 Grad heiss und auf dem Jungfraujoch beträgt der September-Höchstwert 10,8 Grad, gemessen am 11. September 2018.

So heiss wird es dann wohl im September 2020 aber doch nicht werden: «Es wird aussergewöhnlich warm, wir bewegen uns im Kanton Bern sicher im obersten Bereich», sagt Roger Perret von Meteonews. «Die aktuellen Temperatur-Rekorde werden aber dieses Jahr nicht gebrochen», prognostiziert der Meteorologe.

Was für absolute Maximalwerte fehle, sei insbesondere auch etwas West- oder Südwestwind. Weil die Winde voraussichtlich nur schwach seien und eine leichte Bise wehe, könne keine vollständige Durchmischung der unteren Luftschichten erfolgen.

Aare bereits kühler

Nicht mehr so hochsommerlich warm wie in den Sommermonaten ist hingegen die Aare: «18.5 isch ds neue 22.5», meldete die Aare-Guru-App schon vor einigen Tagen auf Twitter. Mittlerweile bringt es Berns beliebtestes Gewässer gar «nur» noch auf etwa 17 Grad. Die Hoffnung besteht aber, dass die Wassertemperatur noch einmal etwas ansteigen wird.

Wer ein Gfrörli ist und sich im Jahr 2020 trotzdem noch einmal in ein natürliches Gewässer wagen will, dem seien der Moossee oder der Bielersee empfohlen. In diesen beiden Seen beträgt die Wassertemperatur nämlich immerhin noch 21 Grad.

chh/pd