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Geplatzte BischofswahlJetzt soll es Papst Franziskus richten

Sitzungsprotokolle zeigen, wie gespalten das Bistum Chur ist. Bei der Basis wächst die Kritik – und die Hoffnung auf ein Machtwort aus Rom.

Papst Franziskus weiss um die Misere im Bistum Chur. Kirchenintern gehen viele davon aus, dass er jetzt einen Bischof ernennen wird.
Papst Franziskus weiss um die Misere im Bistum Chur. Kirchenintern gehen viele davon aus, dass er jetzt einen Bischof ernennen wird.
Foto: Getty Images

Wie unversöhnlich der Graben zwischen dem liberalen und dem erzkonservativen Lager im Bistum Chur ist, geht aus dem Sitzungsprotokoll der gescheiterten Bischofswahl hervor. Unter dem Hashtag «DomkapitelLeaks» hat das Online-Portal kath.ch das Protokoll veröffentlicht. Dieses liegt der Sonntagszeitung vor und zeigt, warum die Domherren vor knapp zwei Wochen keinen der dreivon Papst Franziskus vorgeschlagenen Kandidatenzum neuen Bischof wählten.

Gemäss Protokoll fürchtet eine hauchdünne Mehrheit «eine feindliche Übernahme» des Bistums durch «progressive» Kirchenmänner. Strippenzieher ist Generalvikar Martin Grichting. Mit allen Kräften versucht er zusammen mit anderen Enggläubigen zu verhindern, dass ein moderater Glaubensmann die Leitung der zerrütteten Diözese übernimmt.

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