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LeserreaktionenJagdgesetz: «Es geht nicht nur um den Wolf»

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu verschiedenen aktuellen Themen. Darunter auch das Jagdgesetz und welche Rolle der Wolf dabei spielt.

Über den Wolf wird viel diskutiert, wenn es um das neue Jagdgesetz geht.
Über den Wolf wird viel diskutiert, wenn es um das neue Jagdgesetz geht.
Foto: iStock

Fast könnte man meinen, beim neuen Jagdgesetz gehe es nur um den Wolf. Dabei geht es um alle geschützten Arten. Zunehmend mehr Jägerinnen und Jäger wehren sich gegen diese missglückte Vorlage, denn sie wollen nicht zu Anwälten von Schafhaltern werden. Schafe leisten zwar in einigen Bergebieten gute und wichtige Arbeit, aber sie fördern auch die Erosion und übertragen Krankheiten auf Wildtiere. Unbestritten ist, dass der Wolf sich ab und zu auch an Schafen vergreift. Mit dem bisherigen Gesetz werden alle nachgewiesenen Risse vergütet, sogar ohne vorherigen Herdenschutz. Schafhaltung wird in der Schweiz aber überbewertet, denn weit über 90 Prozent der Tierhalter betreiben sie im Nebenerwerb und als Hobby, von uns Steuerzahlenden mit zig Millionen Franken jährlich subventioniert. Den Wolf in erster Linie wegen der Schafhaltung zum Abschuss frei zu geben, fördert weder den Artenschutz noch ist es zeitgemäss. René Lüthi, Hünibach


Zu «‹Warenhaus im höheren Preissegment kann in Bern funktionieren›»

Da braucht es noch Parkplätze

Die Idee, aus dem Globus einen Luxustempel zu machen, finde ich etwas gewagt. Kunden dieses Preissegments kommen sicher nicht zu Fuss oder mit dem öffentlichen Verkehr. Da braucht es Parkplätze wie früher auf dem Bundesplatz, damit dann die Luxuskarossen auch noch gesehen werden können und zur Geltung
kommen. Die wenigen Fusstouristen können den erwarteten Umsatz sicher nicht
generieren.
Theres Schweizer, Kehrsatz

Zu «Bund und Kantone sind empört über Zugausfälle»

Personelle Konsequenzen sind kaum zu befürchten

Der Bund, dem die SBB gehört, ist also empört über die mehr als 200 täglichen Zugausfälle und droht nun seinem eigenen Unternehmen die Zahlungen, respektive Subventionen zu entziehen. Frage: Beisst sich der Hund da nicht in den eigenen Schwanz? Die SBB wird doch seit Jahren mit Steuermilliarden gestützt, angefangen mit der damaligen milliardenschweren Rettung der luxuriösen Pensionskasse. Als zentraler Player bei der Lösung der Umweltprobleme scheint man sich dort sehr sicher zu fühlen. Selbst wenn sich die Fehlplanung seit langem spürbar abzeichnete, personelle Konsequenzen sind bei staatsnahen Betrieben kaum zu befürchten. Die Gelder werden kreativ unter anderem Titel und unter anderen Kanälen umgeleitet. So wird die allfällige Strafe zu einem Scheingefecht für die Steuerzahler. Man stelle sich das politische Aufheulen vor bei einer ähnlichen Situation in der Privatindustrie. Werner E. Wiedmer, Biel



Zu Leserbriefen zur Abstimmung über die Kampfjets

Auswahl des Flugzeugtyps Experten überlassen

Immer wieder ist in Leserbriefen die Rede von Luxus-Kampfjets. Eine genaue Definition dieses Begriffs bleiben die jeweiligen Leserbriefschreibenden allerdings schuldig. Ich vermute, sie definieren die Bezeichnung Luxus alleine über den Preis. Diese doch sehr dünne Definition beweist, dass es an Fachwissen fehlt und es darum vollkommen richtig ist, die Auswahl des Flugzeugtyps den Experten zu überlassen. Thomas Baumann, Linden

Zu «Angst vor Maskenpflicht ist unbegründet»

Sinnvolles Vorgehen beruhigt

Dass eigenverantwortliche Vorsichtsmassnahmen punkto Corona und anderen Gefahren angebracht sind, versteht sich von selbst. Zwangsmassnahmen am falschen Ort aber schaden beträchtlich. Eine allgemeine Maskenpflicht in halb leeren Zügen, draussen auf Schiffen, in Büros: Nein danke! Stundenlanges Maskentragen schadet – tiefes freies Atmen nützt der Gesundheit. Bevormundung heisst wörtlich: Vor den Mund setzen. Bevormundung von oben führt zu resignierten, ängstlichen Wutbürgern. Ist es das, was wir bewirken wollen? Staatlich verordnete Covidiotie gebärt vor allem Hysterie, Verzweiflung, Ohnmachtsgefühle – und das weltweit. Dass etwa in Frankreich mit überrissenem Maskenzwang agiert wird, hat keine tieferen Coronazahlen erbracht, schier im Gegenteil. Sinnvolles Vorgehen beruhigt, übertriebenes befehlen erzeugt Spannung. Marc Kuhn, Biel