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Unterschätzte FrauenIst der Langlauf-Sport frauenfeindlich?

Frauen müssen im Weltcup seit 66 Jahren über kürzere Distanzen als Männer starten. Dabei gilt im Sport: Je länger die Distanz, desto geringer der Geschlechterunterschied.

Führt das Frauen-Feld fast immer an: Die Norwegerin Therese Johaug.
Führt das Frauen-Feld fast immer an: Die Norwegerin Therese Johaug.
Foto: Getty Images

Der internationale Skiverband FIS führt eine Untergruppe Frauenlanglauf. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Der grösste Erfolg dieses Gremiums bestand in jüngster Zeit darin, dass die FIS im Englischen statt von «ladies» nun von «women» spricht und schreibt. «Ladies» kann einen unerwünschten Unterton haben. Und selbst der globale Skiverband, der von alten, weissen Männern dominiert wird, will keinesfalls in die Sexistenfalle tappen.

Generell aber zählt dieser Boys Club das Frauen-Langlaufen weniger zu seinen Kernthemen. Darum dürfen zwar seit 1954 auch Frauen im Weltcup dabei sein, seit nunmehr 66 Jahren bloss über kürzere Distanzen als die Männer – den Sprint ausgenommen. Während die Männer im extremsten Fall also 50 km Schaulaufen und ganz viel TV-Präsenz erhalten, müssen sich die Frauen mit maximal 30 km begnügen – seit 1989. Davor traute man ihnen bloss eine Länge von maximal 20 km zu.

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