Zum Hauptinhalt springen

LeserreaktionenIn einer Nacht-und-Nebel-Aktion bestohlen

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Die Corona-Krise trifft die Zeitungen in der Schweiz schwer. Bereits haben erste Blätter ihre Printausgaben eingestellt.
Die Corona-Krise trifft die Zeitungen in der Schweiz schwer. Bereits haben erste Blätter ihre Printausgaben eingestellt.
Foto: Reto Oeschger

Zu «Kleine Zeitungen kämpfen ums Überleben»

In einer Nacht-und-Nebel-Aktion bestohlen

Das «Echo von Grindelwald» hat man uns (vermutlich hauptsächlich langjährigen Abonnenten und älteren Menschen) in einer scheinheiligen Nacht-und-Nebel-Aktion gestohlen. Mit der fadenscheinigen Ausrede, die Verteilung durch die Post sei wegen Corona nicht gewährleistet. Mein Abonnement ist jedoch schon bis am 31. Dezember 2020 bezahlt. Bei Rückfragen erhielt ich die Antwort, ich könne von nun an das «Echo» digital anschauen. Aber genau das kann und will ich nicht. Ohne Computer, Handy, Laptop und andere «Gugus-Kenntnisse» sind wir auf dem Abstellgleis.

Kuschi Wüthrich, Grindelwald

Zitat des Tages

«Ohne Computer, Handy, Laptop und andere ‹Gugus-Kenntnisse›
sind wir auf dem Abstellgleis.»

Kuschi Wüthrich, Grindelwald

Zu «Kanton reagierte unverhältnismässig»

Kritiker sind schuld an dieser Misere

Man kennt das Problem eigentlich, und trotzdem werden in unseren Wäldern immer wieder illegale Biketrails gebaut. Keiner fragt, warum Waldeigentümer das illegale Verhalten uneinsichtiger Biker nicht tolerieren. Es ist alles Sache der Haftung. Wenn ein Grundeigentümer eine Situation, die irgendjemandem Schaden zuführen kann, toleriert, haftet er. Also nicht jammern, wenn das Verhalten dieser Biker nun Konsequenzen hat. Das einfache Zuschauen und im Nachhinein Jammern macht diese Kritiker zu den Hauptschuldigen dieser Misere. Sie hätten es wissen müssen und rechtzeitig die Haftungsfrage mit den Verantwortlichen klären und lösen müssen.

Andreas Burren, Gasel

Zu «Im Eiltempo aus der Notlage»

Verzicht auf Maskenpflicht ist mehr als leichtfertig

In der Schweiz glaubt man immer noch, dass man auf eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen wie öffentlichem Verkehr und Geschäften verzichten kann. Das ist mehr als leichtfertig. Die Corona-Gefahr ist erst vorbei, wenn es einen Impfstoff gibt.

Rolf Lemberg, Thun

Zu «So soll das Dorf entlastet werden»

Viele werden durch den zusätzlichen Verkehr leiden

Die Brücke führt nicht ums Dorf Aarwangen herum, wie im Artikel erwähnt. Sie führt nach Bützberg und Langenthal, und man weiss schon jetzt, dass die Achse Bützberg-Langenthal Richtung Huttwil total überlastet sein wird. Es wird deshalb viele Menschen geben, die durch den zusätzlichen Verkehr leiden werden. Leiden werden auch viele Menschen in Aarwangen, Bützberg und Langenthal, deren Naherholungsgebiet zerstört wird. Es geht viel Kulturland verloren, und Bauernbetriebe werden zerschnitten. Wollen wir so viel bezahlen für eine Verkehrsverlagerung, die so wenig bringt und so viel kaputtmacht? Besser wäre: In Aarwangen selber endlich die Verkehrsprobleme lösen und nicht einfach auf eine Umfahrung warten. Die heutigen Belastungen würden sich ohnehin in ein paar Jahren wieder einstellen, wie der Fall Kirchberg aufgezeigt hat.

Christine Preisig, Langenthal

Zu «So verdienen Detailhändler am Label-Poulet»

Ein solches Thema muss mit System behandelt werden

Das ist ein heisses Thema. Dieser Artikel ist alles andere als heiss. Da werden Poulet und Pouletbrüste vermischt, in der Tabelle kommt Freiland vor Bodenhaltung, und der Bauernanteil wird darin nicht angegeben. Ein derart komplexes Thema muss man mit System behandeln und möglichst einfach beschreiben und bezeichnen: Bauer (Produzent) – Schlachter (Verarbeiter) – Detailhändler (Endverkauf), dazu von jedem die Einnahmen, abzüglich der Kosten für Poulet und Poulet-Teile und das Ganze für alle drei Mastarten. Ganz einfach dargestellt ergibt es die Grundlage für jeden, sich ein klares Bild machen zu können, worüber man überhaupt diskutiert.

Mark Gasche, Kirchberg

Zu «Radfahrer müssen Dornen ausweichen»

«Nicht zu viel machen, lieber machen lassen»

Wieso haben Gemeinden nichts Besseres zu tun, als bereits jetzt im Juni die in voller Blüte stehenden Strassenböschungen und Randstreifen zu mähen. Lasst doch alles stehen bis im Oktober. Nicht nur Insekten suchen die Wildblumen auf, auch Vögel laben sich an den Gras- und Kräutersamen. Das Motto bezüglich Natur sollte immer sein: «Nicht zu viel machen, lieber machen lassen.»

Konrad Munz, Neuenegg