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Begleitung am LebensendeIn Bern soll Sterben Platz haben

Obwohl er alle betrifft, ist der Tod oft ein Tabu. Mit «Bärn treit» hat die Stadt eine Charta lanciert, um dem Sterben mehr Platz im Leben zu geben.

«Medizinisch ist das Lebensende in der Schweiz gut abgedeckt. Der persönliche Umgang mit dem Sterben hingegen fehlt oft», sagt Evelyn Hunziker, Leiterin Kompetenzzentrum Alter der Stadt Bern. Die Charta «Bärn treit» soll dies ändern.
«Medizinisch ist das Lebensende in der Schweiz gut abgedeckt. Der persönliche Umgang mit dem Sterben hingegen fehlt oft», sagt Evelyn Hunziker, Leiterin Kompetenzzentrum Alter der Stadt Bern. Die Charta «Bärn treit» soll dies ändern.
Foto: Raphael Moser 

Nur gerade 5 Prozent ihrer Zeit verbringen Sterbende mit Fachpersonen. Die restlichen 95 Prozent verbringen sie mit Lebenspartnern, in der Familie, am Arbeitsplatz, mit Freundinnen, mit der Katze oder allein. «Uns geht es um diese 95 Prozent der Zeit und um die Menschen, die im Umgang mit dem Tod nicht geschult sind», sagt Evelyn Hunziker, Leiterin des Kompetenzzentrums Alter der Stadt Bern.

Vor drei Jahren hat Hunziker im Auftrag der Stadt eine Arbeitsgruppe zur Betreuung am Lebensende gegründet. Mit der Idee an die Stadt herangetreten war Professor Steffen Eychmüller, Leiter des Zentrums für Palliativpflege am Berner Inselspital. Am Montag hat die Arbeitsgruppe nun die Charta für ein gemeinsam getragenes Lebensende lanciert. Unter dem Motto «Bärn treit – gemeinsam bis zuletzt» engagieren sich neben der Stadt das Inselspital, die Krebsliga, das Palliativnetz «Palliative Bern», die Landeskirchen, die Berner Fachhochschule und Annette Berger, selbstständige Sterbebegleiterin.

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