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Zäher Widerstand im Kanton BernIm Schneckentempo zum Berner Frauenstimmrecht

Insbesondere auf dem Land sagten die Berner Männer lange Nein zum Frauenstimmrecht. 1968 kam es im dritten Anlauf durch. Aber nur auf Gemeindeebene.

Symbol für das langsame Vorankommen in der Frauenstimmrechtsfrage: An der Ausstellung für Frauenarbeit (Saffa) ziehen Frauen 1928 eine Schnecke über den Berner Bundesplatz.
Symbol für das langsame Vorankommen in der Frauenstimmrechtsfrage: An der Ausstellung für Frauenarbeit (Saffa) ziehen Frauen 1928 eine Schnecke über den Berner Bundesplatz.
Foto: Gosteli-Stiftung

Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, erhielt meine Mutter bei ihrem allerersten Gang an die Urne eine Blume. Als Willkommensgeschenk für die Frauen. Ich durfte die Eltern begleiten ins Abstimmungslokal im Dorfschulhaus von Herzogenbuchsee. Meine 93-jährige Mutter weiss nicht mehr, ob sie damals vor rund 50 Jahren eine Blume erhielt. Nie vergessen aber hat sie, dass sie ihr halbes Leben lang keine politischen Rechte, keine Vollmacht über ihr eigenes Geld und keine alleinige Unterschriftenberechtigung für einen Mietvertrag besass. Hinaus aus dieser heute schwer vorstellbaren Epoche der Ungleichheit führte ein langer und zäher Weg.

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