Zum Hauptinhalt springen

Lehrkräfte am AnschlagIm Notfall sollen Aussenstehende die Klassen beschäftigen

Kranke Schulkinder und Kollegen, kaum Stellvertretungen, teils Klassen in Quarantäne: Die Pandemie verlangt den Lehrerinnen und Lehrern alles ab. Sie stossen an Grenzen.

Im März waren die Schulzimmer – wie hier im Könizer Schulhaus Morillon – verwaist. Zurück in den Fernunterricht wollen derzeit weder der Berufsverband Bildung Bern noch das kantonale Bildungsamt.
Im März waren die Schulzimmer – wie hier im Könizer Schulhaus Morillon – verwaist. Zurück in den Fernunterricht wollen derzeit weder der Berufsverband Bildung Bern noch das kantonale Bildungsamt.
Foto: Raphael Moser

Bei Bildung Bern melden sich Lehrkräfte seit Beginn des Lockdown unablässig. «Die Anfragen sind ganz unterschiedlichster Natur. Wir stellen fest, dass viele Ängste plagen», sagt Franziska Schwab, Co-Leiterin Pädagogik beim Berufsverband.

Unterdessen häufen sich die Meldungen aus den Schulbetrieben: Hier werden Klassen geschlossen, da fallen Lehrerinnen und Lehrer aus.

Wie hoch die Zahl der krankheitsbedingten Ausfälle in der Volksschule mit ihren über 5400 Klassen ist, dazu kann Erwin Sommer nur Schätzungen anstellen. Die Situation ändere sich im Halbtagestakt. Der Leiter des kantonalen Amts für Kindergarten, Volksschule und Beratung geht davon aus, dass sich die Infektionsrate bei Kindern und Jugendlichen im einstelligen Promillebereich bewegt. Das hiesse, dass das Coronavirus rund 90 von 14000 Berner Lehrerinnen und Lehrern ausser Gefecht setzt rechnerisch ein halbes Prozent. Bei den Schülerinnen und Schülern hätten aktuell rund 100 von 106000 einen positiven Befund, auch diese Angabe beruht auf den Einschätzungen der Schulinspektoren und -inspektorinnen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.