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Handballer 2021 punktelosIm kommenden Monat ist viel Arbeit zu erledigen

Der BSV Bern hat auch gegen Suhr Aarau ­verloren, mit 27:30. Und bleibt so 2021 punktelos.

Torhüter Simon Schelling nervt sich nach einem Gegentreffer. Der BSV verlor gegen Suhr Aarau erneut.
Torhüter Simon Schelling nervt sich nach einem Gegentreffer. Der BSV verlor gegen Suhr Aarau erneut.
Foto: Christian Pfander

Einen Monat bestreitet der BSV Bern nun kein Spiel mehr, die Berner haben keine Corona-bedingten Nachtragspartien zu ­absolvieren, und der für die nächste Woche vorgesehene Cup-Viertelfinal kann auch nicht stattfinden. Ein Monat, den die Berner nützen müssen, um an vielen Stellschrauben zu drehen.

Im Heimspiel gegen Suhr Aarau waren die Schwächen wieder zu sehen, die schon in den Partien zuvor die BSV-Darbietungen geprägt hatten. Das Team von Trainer Aleksandar Stevic beging zu viele einfache Fehler und nutzte die Chancen nicht, die sich boten, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Nach 30 Minuten lag der BSV 9:14 zurück, verkürzte mehrfach auf zwei Tore Differenz, brachte die soliden Gäste aber nicht mehr entscheidend in Bedrängnis.

Die letzte Chance auf ein positives Ergebnis wurde 50 Sekunden vor Schluss nach einem technischen Fehler von Captain Tobias Baumgartner vergeben. Und die Berner verloren auch dieses Spiel, mit 27:30, und haben in den fünf Spielen im Februar keinen Punkt geholt.

Taktische Mängel

Baumgartner hat bei seinem Team eine Verunsicherung festgestellt, und er spricht auch davon, dass die Spieler derzeit als einzelne Akteure zeitweise falsche Entscheide treffen würden. «Der Teamgeist ist gut, wie kämpfen füreinander, aber taktisch stimmen im Moment individuell einige Dinge nicht, auch als Team agieren wir nicht optimal zusammen», sagt er.

Dinge, die der scheidende Trainer Stevic gemeinsam mit der Mannschaft bis zum 18. März verbessern muss, um die Saison einigermassen erfolgreich abschliessen zu können. «Wir dürfen uns jetzt nicht zu fest herunterziehen», fordert Baumgartner. «Wir müssen dahin kommen, dass wir wieder Spass an unserem Spiel finden. Und dazu kann jeder Einzelne beitragen, indem er an sich arbeitet.» Als Beispiel nennt er den jungen Rechtsaussen Max Freiberg. Der Linkshänder war gegen den starken Suhr-Torhüter Dragan Marjanac in drei Versuchen dreimal erfolgreich.

Viel Arbeit ist zu erledigen, um wieder auf die Erfolgsspur zu finden. Die Chance, mit einem guten Gefühl in die Pause zu gehen, hat der BSV am Donnerstag vergeben. Wie viele andere Gelegenheiten zuvor.