Zum Hauptinhalt springen

Langenthal gewinntIm dritten Anlauf hat es erstmals geklappt

Dank einem 3:0 im zweiten Drittel kam der SC Langenthal im Wallis gegen den HC Sierre zu einem verdienten 4:1-Erfolg.

Ronny Dähler, Torschütze Tom Gerber, Yves Müller, Robin Nyffeler und Mathieu Maret (v.l.) feiern das 1:0.
Ronny Dähler, Torschütze Tom Gerber, Yves Müller, Robin Nyffeler und Mathieu Maret (v.l.) feiern das 1:0.
Foto: Leroy Ryser

Im zweiten Drittel hatte der SC Langenthal den Gastgeber schlichtweg überrumpelt: Drei Tore gelangen den Oberaargauern. Weitere hätten sogar noch fallen können, als in der 35. Minute nach einem Pass von Eero Elo Mathieu Maret alleine vor HCS-Torhüter Remo Giovannini knapp scheiterte und Stefan Tschannen Sekunden später eine Scheibe an den Pfosten ablenkte. Sierre bekundete in diesem Abschnitt grösste Mühe mit den Oberaargauern, die druckvoll und schnell nach vorne spielten und ihren Gegner phasenweise einschnürten.

Eingeleitet hatte diese Druckphase ein doch etwas glückliches Tor von Luca Christen, bei dem der SCL zugleich aber auch gute, solide Offensivarbeit zeigte. Stefan Rüegsegger sorgte dafür, dass die Scheibe an die blaue Linie zu Christen kam, und lief vors Tor, wo er mit weiteren Stürmern Giovannini die Sicht nahm. Christens Weitschuss ging in der Folge an allen Gegnern und Mitspielern vorbei ins Tor. Drei Minuten später gelang es dann Elo, auf 3:1 zu erhöhen, als er in Überzahl eine kleine Lücke über Giovanninis Schultern sah und den Puck genau in diesem Eck versteckte. In der 36. Minute führte ein Konter zum 4:1, bei dem Ronny Dähler nicht nur schneller als Goran Bezina war, sondern auch punktgenau schoss – der Puck schlug auf der entfernten Seite für Giovannini unhaltbar ein.

Premiere angestrebt

Dass Langenthal diese Partie unbedingt für sich entscheiden wollte, zeigte sich schon früh. Die Oberaargauer starteten besser als der Gastgeber aus dem Wallis. Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen die Siderser versuchte Gelb-Blau, das Spiel von Beginn weg an sich zu reissen. «Dass wir zuvor zweimal verloren hatten, war ein Thema in der Vorbereitung», sagte auch Luca Christen, so habe er auch das Gefühl gehabt, dass man gleich zweimal besser aus der Kabine kam. Nach dem 1:0, erzielt von Tom Gerber nach einem Giovannini-Abpraller, liess der Druck der Langenthaler zwar zwischenzeitlich nach, und Sierre war bis etwa in die 25. Minute die etwas gefährlichere Mannschaft. Dass in der 16. Minute ein Torhüterfehler von Pascal Caminada zum 1:1 führte, gab dem Gastgeber zwischenzeitlich weiter Aufwind.

Mit einem Drei-Tore-Unterschied schien die Partie dann so gut wie entschieden. Der SC Langenthal verpasste es zwar, in einer Powerplaysituation das 5:1 zu erzielen, hatte zugleich aber auch davor und danach die Situation zumeist im Griff. Gefährliche Situationen vor Pascal Caminada entstanden so nur selten, auch Christen fand, dass «wir ihnen nur wenig gute Chancen ermöglicht hatten und so über 60 Minuten der verdiente Sieger waren.» Zweifellos war der erste Sieg von Langenthal im dritten Duell mit den Wallisern verdient. Diese Tatsache untermauert auch das offizielle Schussverhältnis von 17:26.