Zum Hauptinhalt springen

Schach: Sport oder Spiel?«Ich will kein Leben auf 64 Feldern»

Nicola Ramseyer aus Rubigen spielt Schach, seit er vier Jahre alt ist. Heute kennt er das Spiel so gut, er muss nicht mal mehr hinsehen.

Nicola Ramseyer vom Schachklub Bern gehört zu den besten jungen Schachspielern der Schweiz. An die Spitze will er aber nicht.
Nicola Ramseyer vom Schachklub Bern gehört zu den besten jungen Schachspielern der Schweiz. An die Spitze will er aber nicht.
Fotos: Christian Pfander

«e4». Nicola Ramseyer sitzt mit dem Rücken zum Schachbrett. Er will den Verfasser dieses Artikels im Schach schlagen. Und zwar, ohne dabei das Brett zu sehen. «b3» sagt er, und Oliver Marti, der beim Schachklub Bern fürs Jugendschach verantwortlich ist, bewegt den Bauern für ihn.

In der Corona-Pandemie erlebt der Schachsport einen Boom. Auch, weil dank der Netflixserie «Das Damengambit» Millionen das Spiel kennen lernen. Für Nicola Ramseyer allerdings ist Schach nicht neu. Im Gegenteil. Sein Vater hat es ihm beigebracht, als er vier Jahre alt war. Nun also wird der 17-Jährige aus Rubigen von all den Zügen seines Gegners nur die Notation hören – «c6», «d5», «Springer d7» – die Stellung hat er im Kopf.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.