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TiervermittlungHunde, Katzen und Kaninchen suchen ein neues Zuhause

Im Tierheim gestrandet: Immer wieder müssen Haustiere hoffen, dass sie einen neuen Platz finden. Die Gründe dafür sind verschieden. Bei diesen Tieren sind es Zeitmangel, Überforderung oder Krankheit der «alten» Besitzer.

Yela – ein Kangal-Mischlings-Mädchen – ist erst ein Jahr alt und schon riesig.
Yela – ein Kangal-Mischlings-Mädchen – ist erst ein Jahr alt und schon riesig.
Fotos: Franziska Rothenbühler

Die auf dieser Seite vorgestellten Tiere warten im Heim des Berner Tierschutzes in Oberbottigen. Wer Interesse hat und die nötige Zeit und Geduld, ein Tier zu betreuen und, im Fall der Hunde, auch zu beschäftigen und zu erziehen, kann sich am kommenden Montag, 5. Oktober, von 9 bis 12 Uhr unter dieser Nummer melden: 031 330 36 32.

Tim

Er sieht aus wie ein Labrador-Mischling, doch Tim verhält sich nicht immer labradorlike. Er ist Fremden gegenüber misstrauisch und braucht vertraute Menschen um sich herum. Dazu kommt ein ausgeprägter Jagdtrieb, er kann darum nicht von der Leine gelassen werden. Das heisst halt auch, dass im Haushalt, in dem Tim wohnt, keine Katzen und andere Kleintiere leben sollten. Auch zu kleinen Kindern passt Tim nicht. Mit ihm muss ganz sicher eine Hundeschule besucht werden, und er braucht jemanden, der sich mit Hunden auskennt. Denn Tim ist nicht ein Anfängerhund. Mit anderen Hunden verträgt er sich in der Regel gut. Schwierigkeiten könnte es aber geben, wenn Tim einem unkastrierten Rüden begegnet.

Diva und Balou

Die zwei sitzen zusammen im Stall und wärmen sich gegenseitig an diesem nasskalten Tag. Diva und Balou sind den Menschen gegenüber recht scheu und ziehen sich gerne zurück, wenn sich jemand dem Gehege nähert. Die beiden sind schon fünf Jahre alt und landeten im Heim, weil man keine Zeit mehr hatte für sie. Gesucht ist ein Platz, der für die beiden gross genug ist. Sie brauchen keine anderen Kaninchen neben sich, aber ein Aussengehege von mindestens vier Quadratmetern. Dort muss es einen isolierten Stall geben für die kalten Tage, und es müssen verschiedene Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Unter diesen Voraussetzungen würden sich Diva und Balou an einem neuen Ort wohlfühlen.

Elio

Das schwarz-weisse Katerchen ist im Tierheim geboren worden, seine Mutter wurde trächtig dort abgegeben. Elio ist jetzt fünf Monate alt und bereit für ein neues Leben ohne Zaun. Auch er ist anfangs scheu und zurückhaltend, aber das dürfte sich mit der Zeit geben. Denn wenn er jemanden kennt, ist er lieb und will gestreichelt werden. Und er hat noch allerhand Unsinn im Kopf. Aus Elio wird sicher keine Kuschelkatze, die sich «pantschen» lässt. Er wird darum nicht zu kleinen Kindern platziert. Es könnte aber im gleichen Haushalt eine zweite Katze wohnen, denn er ist es gewohnt, unter seinesgleichen zu leben, und akzeptiert die Katzenhierarchie. Nach einer sicher längeren Eingewöhnungszeit sollte er Auslauf bekommen und seine kleine Welt ohne Maschendrahtzaun erleben können.

Lilly

Was für schöne Augen. Lilly hat auch sonst viel Charakter, sie zeigt genau, was sie will und was nicht. Eigentlich schmust sie gerne, aber nicht mit allen und nicht zu jeder Zeit. Sie ist neun Jahre alt und kam ins Heim, weil jemand aus der Familie eine Allergie entwickelt hatte. Lilly muss einen Einzelplatz haben, weil sie sich mit anderen Katzen nicht gut versteht. Sie braucht aber Auslauf durch ein Katzentörli. Mit grösseren Kindern könnte sich Lilly sicher arrangieren.

Yela

Ein Jahr alt und schon riesig. Yela ist ein Kangal-Mischlings-Mädchen. Sie wird sicher in den nächsten Monaten noch zulegen. Kangals werden bis zu 65 Kilo schwer. Bei der ersten Begegnung ist Yela zurückhaltend, doch wenn sie jemanden für gut befunden hat, kann sie sehr stürmisch werden, und wer nicht aufpasst, riskiert einen richtig saftigen «Muntsch» auf die Backe. Sie braucht ihrem Alter entsprechend noch viel Erziehung, am besten in einer Hundeschule. Und: Sie kann noch nicht allein sein, das müsste mit ihr noch geübt werden. Der Kangal ist ein türkischer Herdenschutzhund, dementsprechend ist Yela sehr wachsam. Sie sollte darum nicht in einer kleinen Wohnung in der Stadt gehalten werden. Schön wäre, wenn sie in einem Haus mit Umschwung leben dürfte.

Duke

Duke wartet und wartet. Schon bald ein halbes Jahr ist er jetzt im Tierheim. Dabei ist er ja nicht ein eigentlicher Problemfall. Ausser vielleicht, dass er einen sturen Kopf hat. Wenn er hören will, dann hört er, wenn nicht… Kommt dazu, dass er andere Hunde nicht mag und von der Leine pöbelt. Er ist jetzt neun Jahre alt und hofft immer noch auf einen guten Platz. Sicher nicht grad mitten in der Stadt, weil Duke ein guter Wächter ist.

Ute

Ute hatte Pech. Ihr Besitzer wurde krank, und sie musste ihr Zuhause verlassen. Sie ist zehn Jahre alt und möchte so gerne wieder ein gutes Plätzli finden. Ute hat alle Menschen gern und geht auf sie zu. Sie ist anhänglich und könnte älteren Leuten eine gute Begleiterin sein. Sie will immer und überall einfach dabei sein. Wie alle Terrier geht auch sie gerne auf die Jagd, darum muss sie an der Leine bleiben.

Amena

Amena ist allein übrig geblieben, ihr Gschpänli ist leider gestorben. Und weil das Alleinsein für ein Kaninchen gar nicht gut ist, wartet Amena nun im Tierheim darauf, irgendwo wieder Anschluss zu finden. Günstig wäre ein etwa gleichaltriges, kastriertes männliches Kaninchen. Da Kaninchen sich manchmal schwertun, sich mit neuen Kollegen oder Kolleginnen anzufreunden, ist das Unterfangen nicht ein einfaches.

Sami und Roni

«Nichts wie weg» war die Devise von Sami und Roni, als sie den Fotoapparat erblickten. Sie flohen in eine dunkle Kiste und waren nicht mehr dazu zu bewegen, sich in einem besseren Licht zu zeigen. Die beiden Kater sind sechs Jahre alt und lebten immer zusammen. Das soll auch so bleiben. Scheu sind sie nur am Anfang. Ist ihnen die Umgebung vertraut und die Menschen geheuer, werden sie sicher ihre Streicheleinheiten abholen.