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Höhere Kosten durch das «Billigstprinzip»?

Der Verband der Generikahersteller befürchtet, dass die vom Bundesrat erwogene Verbilligung der Medikamente letztlich zu höheren Kosten und schlechterer Versorgung führt.

Nur noch das günstigste Medikament: Mitarbeiter des Pharmaunternehmens Acino kontrolliert Tabletten.
Nur noch das günstigste Medikament: Mitarbeiter des Pharmaunternehmens Acino kontrolliert Tabletten.
Gaetan Bally, Keystone

Der Bundesrat überlegt sich, die Preise von Generika erneut zu senken. Er will dafür ein Festbetragssystem einführen, wie es beispielsweise in Deutschland oder Dänemark gilt und wie es hier­zulande der Preisüberwacher vorgeschlagen hat.

Dann würde nur noch das günstigste Medikament pro Wirkstoff vergütet. Bei einem höheren Preis müssten die Patienten die Differenz selber bezahlen. Heute bezahlt der Patient erst dann einen höheren Selbstbehalt, wenn das Medikament 20 oder mehr Prozent über dem Durchschnitt des günstigsten Drittels der Generika liegt. Dieser «differenzierte Selbstbehalt» gibt dem Generikahersteller einen Spielraum bei der Preisgestaltung und erlaubt einen Preis-Leistungs-Wettbewerb. Der Preisüberwacher hatte kritisiert, dass die Kosten pro medizinischem Wirkstoff in der Schweiz immer noch deutlich höher seien als im Ausland.

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