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Langenthaler WortgeschichtenHimelgüegeli

Halb daneben ist fast getroffen: An dieser Stelle interpretiert Stadtliterat Alexander Estis Mundartwörter auf seine Weise.

Das Himelgüegeli, das einfach nur da war.
Das Himelgüegeli, das einfach nur da war.
Alexander Estis/PD

Wenn wir zur Schule eilten, stand auf dem Platz immer ein kleines Männlein und starrte in den Himmel. Der zugeknöpfte Anzug, dem Manne viel zu eng und zugleich zu lang, spannte sich über die Wölbungen seiner Wampe, seines buckligen Rückens und seiner fülligen Hüften. Jeden Tag stand er auf dem Platz und tat nichts, als den Himmel anzustarren. Wir nannten ihn deshalb Himelgüegeli.

Die Arbeitsleute, die Bänker, die Beamten, die Bäcker, die Bummler liefen geschäftig an ihm vorbei; er war nichtsnutzig, sogar störend. «Schaut, da schlägt es wieder Wurzeln, das Himelgüegeli!» Er stand da, wenn wir zur Schule eilten, wenn wir von der Schule zurück nach Hause eilten, wenn wir ins Büro eilten, wenn wir unsere Kinder zur Schule brachten.

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