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Sweet Home: ReiseinspirationHeute setzen wir auf Landidylle statt Skipisten

Winterromantik mal anders: Das Gutshaus Rensow in Norddeutschland begeistert mit viel Wärme, Gemütlichkeit und Stil.

Als ich im Gutshaus Rensow Bilder bestellte, um diesen schönen Ort im Sommer hier auf dem Blog vorzustellen, bekam ich eine fantastische Auswahl von wunderschönen Fotos. Ich musste ganz einfach auch noch einen Winterbeitrag machen, denn das Gefühl, das die Winterwelt auf diesem einzigartigen Gut in Mecklenburg Vorpommern vermittelt, inspiriert und macht Lust auf eine etwas andere Art von Winterromantik. Auch wenn das Reisen gerade äusserst schwierig ist, so wecken diese Impressionen doch das Fernweh und machen Lust auf einen künftigen Aufenthalt. Bis dahin: Tauchen Sie ein und träumen Sie. Die wunderschönen Bilder von Yannic Schon und Susann Probst von Kraut Kopf helfen Ihnen dabei.

Da ist erst mal die Natur: Die Landschaft ist flach, weit und wirkt wie ein Gemälde. Sie lädt ein zu langen Spaziergängen und Besuchen bei den schönen Schafen. Drinnen wartet dann die poetische Gemütlichkeit. Dazu gehört auch ein Feuer mit Holz. Übrigens: Ein solch rustikaler Korb mit Holz kann einer Wohnung ohne Cheminée in Sachen Stimmung und Duft auf die Sprünge helfen.

Die verträumten alten Räume sind mit viel Liebe eingerichtet. Für Winterwärme sorgen Kerzen, Plaids, Felle und Kissen. Die Gutshausbesitzer sind ein Paar, das sich mit schönen Dingen auskennt. Christina von Ahlefeldt ist Dänin und hat lange in der Mode gearbeitet, zum Beispiel bei Harvey Nichols oder Alexander McQueen. Später, als ihr erstes Kind zur Welt kam, begann sie als Stylistin zu arbeiten und hat auch Dekorationen für Events und Grandhotels gemacht. Auch hat sie Privatkunden geholfen, sich einzurichten, wobei einige davon auch Gutshäuser hatten.

Ihr Mann Knut Splett-Henning, der aus der Gegend von Hamburg kommt, hat schon als Kind die Liebe zu Antikem entdeckt. Sein Vater betrieb einen kleinen Antiquitätenhandel neben seinem Handelsunternehmen und nahm den Sohn mit auf die Suche nach schönen Dingen. So begann er selbst, Dinge und Möbel zu sammeln. Dabei begeistert ihn das Barocke. Kein Wunder, ist das Gutshaus und die dazugehörende rustikalere alte Schule schon in vielen bedeutenden Zeitschriften und Interiorbüchern publiziert worden. Ebenfalls entstanden sind Fensehdokumentationen über die Renovationsarbeiten, welche die beiden in ihren Häusern vornahmen.

Wie erwähnt, gehört zum Gutshaus Rensow auch eine alte Schule, die etwa dreihundert Meter vom Gutshaus entfernt steht. In dieser werden zwei Ferienapartments und ein Doppelzimmer vermietet. Es bietet Platz für zwölf Personen. Die alte Schule wird über Öfen beheizt und ist rustikaler eingerichtet als das Gutshaus.

Für die Einrichtung der alten Schule hat sich das kreative Paar von der japanischen Wabi-Sabi-Idee inspirieren lassen. Bei diesem japanischen Schönheitskonzept geht es um die Ästhetik der Unvollkommenheit. Dabei wird das Vergängliche zelebriert, die Melancholie und die Sehnsucht. Die Patina, welche das Leben, die Zeit und das Alter bringt, trägt zum Schönheitsempfinden der Wabi-Sabi-Philosophie bei.

Die Natur bietet auch im Winter Schätze für den Genuss. So macht das Leben auf dem Land Lust auf köstliche, rustikale Gerichte mit Wintergemüse. Entdecken Sie dazu das wunderschöne Kochbuch «Vegetarisch kochen und geniessen» von Krautkopf.

Antike Schränke, die mit viel Rücksicht und Liebe zur Patina renoviert wurden, bieten ein schönes Zuhause für Geschirr und Kupferpfannen. Diese finden Sie zum Beispiel bei Manufactum.

Lassen Sie sich von diesem herrlichem Wintergemüse dazu inspirieren, allerlei Gemüse wie Pastinaken, Kürbis, Rosenkohl, Zwiebeln und Sellerie mit Gewürzen, Olivenöl und Honig im Backofen zu rösten. Am besten geht das in einer schönen Gratinform aus Email, die dann gleich so auf den Tisch kann.

Winter ist Suppenzeit. Die besten Suppen machen Sie, wie hier im Gutshaus Rensow, mit Gemüseresten. Lesen Sie dazu auch diese Rezeptgeschichte von Sweet Home.

Der Gutshaushund ist eine dänische Dogge und heisst Triglaf. Hier schaut er zwischen den vielen Büchern zum Fenster hinaus. Er weiss wahrscheinlich nicht so genau, ob er es sich am warmen Ofen gemütlich machen oder doch lieber durch die weite Landschaft springen möchte. Das ist das Schönste am echten Landleben: beides hat seinen Reiz und beides ist jederzeit möglich.

Das Gutshaus und die alte Schule vermieten Christina und Knut oft an Menschen, die dem Stadtleben, dem digitalen Alltag und der Hektik entfliehen möchten. Das Paar, das auch aus den Metropolen der Welt hier gelandet ist, kennt beides.

Die Schafe haben sich ein Winterfell wachsen lassen und trotzen damit mit Schönheit der Kälte.

Die Gäste können dafür in weiche, warme, schön bezogene Betten tauchen und entspannt, statt Schäfchen zählend, in einem guten Buch lesen.

Winterlandschaften sind Wabi-Sabi-Wunder der Natur. Sie zeigen ganz automatisch die Schönheit der Vergänglichkeit und die zauberhafte Süsse der Melancholie.